Házi Tájékoztató, 1939. október

1939-10-01 [1928]

W To-Tc Berlin, den 1 Október /DM3/ Das britische Informationsiuinisteriuin hat nach dreiwöchigem Stúdium, Bemerkungen zu dem amtlichen'áéutschen Weisábuch herausgebracht, die mit der Behauptung eingeleitet v?erd|n,der Führear und der Reisohs­aussenminister hatten den "Wunscli" ,die V/ahrheit ttber die bevmsst durch Deutschland herheigeführte áeátsch~polnische Kriso zu verleugnen. In der britischcn Verlautbaruag wird der Versuch unternommcn,dem dcutschen Woissbuoh an Hand eines soebeh orsciiienon onglischen Blaubuches oinc Rciho von Unriohtigkciten 3XSK:I nachzirvveisen. Hicrzu wárd von deutscher Scitc folgndos featgcntellt; Das doutsche '^cissbuch stcllt eocnso wie das orstc englische áeiss­buch oinc Sammlung der yvesehtlichen Urkunden dar.Es cnthált keine Stimmungs­berichtc odor Aufzcichnungon übcr Gospráchc.Es ist daher cin kindlichos Verfahren, v;enn man daraus von englischor Seite schliesst,dass die doutsche Regiernng darán intoressiert gcvvcscn sei,v\iichtigos Matériái zu unter­druckon. • 1/ In der britischcn Verlautbarnng viird behauptet,dass das deutsche e'eissbuch davon ausgehe,dass die britische Garantie an Polen vor der polnischen Ablehnung des dcutschen Angebots im Mörz erteilt wordea sei» Tatsáchlich habe England aber die Garantle Polen erst angcboten,nachdom dioses die dcutschen Vorschlage "als unvereinbar mit dor polnischen ün* abhangigkeit" . m abgelehnt habe? Es v.'árd sclbstvcrstándlich auch von deutscher Scite"ni,cht bestrittcn,dass die formollc Erteilnng der britischcn Garantic erst ami, 31 Márz erfolgto.Entscheidcnd ist aber nicht á dieser formcllc Vorgang.sonddrn die Tatsache,dass Polen bereits am 21 •, Márz,als ihm die deutsenen Vorschlage untorbroitet rarden, fest mit dem britischcn Boistand rochnen konntoK. Man vcrvvcist auf dic auch • im englischen Blaubuch verbffentiichten Reden Ghamberlains vom 17, Márz und Lord Halifax vom 20. Márz, in doncn sic sich oifor, zur üinleitnng der britischcn- Einkroisungspolitik bekannton. 2./ Englischorseits várd behauptet,im dcutschen vVoissbuch sei nicht fostgestollt,dass sich dio britische Regierung,von Anfang an,gegon das deutsche "Ultimátum" gewandt habe, wonach cin polhischor Bevollnáchtig­ter bis sum 30. August mitternaents• in Berlin zu erschoinen und die dcutschen Vorschlage anzunehmen habe.Es ist oinc völlige ¥erdrohung,das doutsche Vcrlangen als Ultimátum • zu bezeichnon, Die deutsche Regierung hat aus dem Ablauf der Frist am 30* August Éomerloi Folgerungon gezogen und erst in der • Nacht31* August fücn diplomát ischen Wog als crschöfft angesehen.Der auch im britischcn Blaubuch abgedruckter " Bericht des Botschafters stellte fest,dass der Führer die Prage Hendcr­sons,ob .dor polnásche Unterhándler in völliger Gleichborochtigung vorhandeln kőnne, als sclbstvcrstándlich; bciahto.Die deutsche Regierung hat erst in dor Nacht zum 31.August Kenntms crhaltcn,dass dic britische Regierung dic Horstollung oincr deutsch-polnischen Fühíungnahme bereits am 30. August als untunlich ansah. F1, Stú&mőf* 3/ Die englische Verlautbaruag besagt,die deutsche Regierung habe üborsohcn,dass die polnischc Regierung cin Recht gehabt habe,die deutsche Vorschlage zu kenncn.zu erwágen ; und zu beantvjorton.Dazu vjird von deutscher Seite fostgestollt,dass dics durchaus mit dem von deutscher Seite vorgeschlagenon Verfahren zu vercinbaren gci/vcson waro.Darubor hinaus hatte dic britische Regierung noch am 31. August dic Möglichkeit,die polnischo Regierung von dem Innalt der deutsenen Vorschlage zu untor­richten.Denn Henderson hatte dicse noch in der Nacht zum 31.August so­vjohl nach London,wie an die britische Botschaft in uarschau weiter gcleitd, vde das britische Blaubuch gleichfalls erkenaen lásst.

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