Kenyeres István - D. Szakács Anita - Mihály Ferenc: Magyaróvár Tanácsának Törvénykezési Jegyzőkönyvei az 1581-1582. években (Győr, 2012)

D. Szakács Anita: Rats- und Gerichtsprotokoll des Marktfleckens Ungarisch Altenburg 1581-1582

schaz, ich habe khainen liebem schaz alß dich, ob aber etwas annders zwischen innen beschehen, das wisse si nit, sy habe dem Vizdomb auch nit mer dann das, vnnd allain guetter mainung nach angezaiget, si bezeuche si darumb nichts beses. Auf solliche vnlauttere nichtige redenn, geben herr richter vnnd rath zum beschaidt, beclagter Wolf Wizdumb solle mit seinem weib, alß einem christlichen ehevolckh erzimbt hausen, vnnd sy dises vngewissen Verdachts halber nichte dest übler halt[en], das auch alle thail ainannder die henndt gebenn, vmb verzeuchung gebetten, vnnd solliches bei zwenvnddreissig taller peenfahl solliches nimermehr zu äffern ernstlichenn eingesagt, vnnd also dise hanndlungen vonn ambtswegen aufgehebt wordenn. Act [um] denn 19. aprill anno [15]81 ist[en]. 27. (I. 65.r.-65.v.) Die sachenn zwischen Leonhardt Froschmaierin, vnnd N. d[er] gerichtsdiennerin alhie, wegenn sibenzehen tallernn, derhalben die diennern die Froschmairin das sys einem paadt khnecht auß denn hősen genumen vnd entfrembdet haben solle bezigenn, welliches aber die Froschmairin vernaint, vnnd sambt irem mann fürgebenn, er Froschmair habe ime paadtkhnecht bemerte sibenzehen taller, allain behaltnußweiß aufgehebt, vnnd ime solliche denn anndern tag wider gebenn, vnnd derweg[en] von demselben paadtkhnecht das si ims nit enntfrembdet einenn schriftlich [en] schein fürbracht. Ist durch herrn richter vnnd rath, auch vnnd von ambtswegen voriger massen gennzlichen aufgehebt, einannder die henndt gebenn, vnnd bey zwenvnddreissig ducaten nichts mer daruon zumelten vnnd also vngeant bleiben zulassen, ernstlichen beuolchenn vnnd auferlegt wordenn. Actum denn 19. april anno [etc.] [15]81 ist[en], 28. (1.65.v.-66.r.) Nachdeme zwischenn Balthauser Khlosen khirschner vnnd burgers alhie, vnnd Leonhardten Froschmaiers tagwerchers daselbstenn, beeder hausfrauen, bey gericht angebrachtenn strit hanndlungen, die Froschmairin vnnder anndern lautter vermeldet, sy habe vonn der khierschnerin gehöret, das sy geredet, es sein reuerenter sechs eheweiber huern alhie, welliches aber die khierschnerin hinwider mit hochem schwören vernaint, vnnd fürgeben, sy habe solliches weed [er] für sich selbstenn, noch khainer anndern nachgeredet, vnnd anderst nichts gehöret, allain die wagnerin Waiser Flannsen alhie hausfrau, habe nagstuerschiner zeit wie sy miteinander auf Prespurg gefahrn, am gutsch [en] gemeldet, der inmann ligt öfter bey der wiertin dann der wierdth. Wisse aber nit wennß darmit vermaint, ir pueb so darumben zufragen habs auch gehört, es gescheche ir sonnsten mit disem vnrecht, diser khierschnerin lehrpueb Hännsl N. zaigt an, wie vonn seiner frauen, der wagnerin halben verstandten. Gebenn hierauf herr richter vnnd rath zum beschaidt, es solle allain vnnd damit mann auf rechten aigefichenn grundt khumen mechte, dise hanndlungen fürgenumen werdenn, vnnd demnach der Froschmairin auferlegt, solliches ir anzaigen vonn dato inner vier wochen gewislichen zubeweisen. Actum denn 19. april anno [etc.] [15]81 ist[en]. 105

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