Kenyeres István - D. Szakács Anita - Mihály Ferenc: Magyaróvár Tanácsának Törvénykezési Jegyzőkönyvei az 1581-1582. években (Győr, 2012)
D. Szakács Anita: Rats- und Gerichtsprotokoll des Marktfleckens Ungarisch Altenburg 1581-1582
wordenn, das des Märze Mattes khnecht gehagckht hettenn, die ime da ers anredet zur antwort gebenn ir herr habe inß beuolchen. Auf des anzaigen sey er herr clager, mit Hannsen Gaba vnnd disem schuester, in winckhl[en] gangenn, vnnd etliche fueder holz in des beclagt[en] gartten gefundenn. Darnach habe er gedachtenn Gaba, vnnd schuester, in des beclagten hauß zubesehen, was er daselbsten für holz habe geschickht, die ime das alda bei einem fueder sey anzaigt. Alß er nun über das denn beclagten, das alles fürgehaltenn, habe der vngeacht seines manigfaltigen zuesprechen vnnd gethannen, warnnen, nit mer alß ain fuhr so er also hackhen lassen, besteen wellen, mit vermeken das ime seine khnecht nichte verhalten vnnd wann es sich annderst fünden werde, so wolle er seine gebüerliche straff leid[en]. Darauf habe er denn bemelten Gaba, schuester, vnd denn Mayer Embrer waltforsster neben beclagt[en] zur rechten vnnd aigenndtlichen besichtigung hinauß geschickhet, in sollichem solle sich beclagter mit vngepierlichen reden vernemen haben lassen, alß wann er ein dieb sein solle, so sey schuester der erste, vnnd anndere, so eher hackhen lassen, weeder erweillen dann er herr klager in seinem luß der ime zu seinem hauß auf ewig austailt wordenn, so woll alß der schuester in dem seinem, deme ers darzue erlaubet gehagckht, vnnd also gleichsfals vermaint wordenn. So bitte er derweg[en] vorbenante burger hierüber zuuernemen, vnnd darauf was recht ist zuerkhennen. Vrban Schneidfer] schuester vnnd burger alhie, beschwerth sich in diser hanndlung, neben herrn richter, wider Märze Mathe anzaigenndte, er habe verschiner zeit des beclagten knechte im gemain wait zuschaden hackhen sehen, vnnd solliches wie pillichen, weillen si gesagt ir herr hette innens beuolchen, dem herrn richter nit verhalten sollen, der alßdann nebem ihme vnnd Hannsenn Gaba, in des beclagten garten im winckhl etliche fueder, vnnd sy beede in dessen hauß, bei einem fueder holz befunden, alß nun er, Gaba, vnnd Mayer Embree, mit dem beclagten das holz allenthalben im winckhl vnnd wait beschauen sollenn, habe er in guetter mainung zum beclagten gesagt, Märze Mathe hest das holz nit hackhen lassen, so derfftfen] wir an yezo der müen nit, darauf ern reuers stragckhs alß einen schelbm liegen haissen, wie si nun miteinander in wait khumen, da habe er si an das orth wo berüertes holz gestannden gefüert, vnnd denn beclagten darumb[en] zur rede gestelt, habe ime der geanndtworttet, du bist der erste dieb, hest anfangs nit gehagckht, so hette ich auch nit hackhen lassen, weillen er dann sonsten khain ainich holz, alß auf seinem luß darzue auf herrn richters vorwissen deß er erweisen welle, gehackhet, vnnd der halben khain solher alß beclagter sey. So bitte er hierinnen vonn ambtswegen die pilliche notturfft zuhanndlen. Auf diser beeder thaill fürgebrachten beschwärungen hat beclagter Märze Mathe fürgewiedet er miesse ja bekhennen das er solliches holz hackhen vnnd weckh füern lassen, vnnd sey ime laidt das ers auß vnuerstanndt so weit khumen lassenn, bittet derhalben mann welle imß günstigelich verzeichen, es solle nimermer beschechen, sonndern sich hinfüran wie einem ehrlichen burgesmann woll ansteet vnnd geziembt verhaltenn. 100