Folia historica 18
II. Forrásközlések - új szerzemények - Kiss Erika-Őze Sándor: A Nemzeti Casino serleglakomái
chényi Zsigmondné tulajdonában. Széchényi Zsigmondnénak ezúton mondunk köszönetet a naplóba való betekintés lehetőségéért. 31 Zsilinszky Mihály: 1914 32 Buda és vidéke című lapban Erdélyi Gyula 1903 és 1905 között közli antiszemita vezércikkeit Széchenyi idézetekből kiindulva. 33 Varga József: 1941. 34 Példa lehet erre Lord Byron megítélése hazájában. Viharos élete, vérfertőző kapcsolata, különc életmódja ugyan elsőrendű társalgási és pletykalaptéma volt, mindezek ellenére, emellett egy pillanatig sem vonták kétségbe tehetségét, fontosságát, helyét az angol irodalomban. 35 MNM, MTKCs 4796/A-B. 55 1011 36 Pesti Napló 1911. január 5. Kiss, Erika-Őze, Sándor: Der Pokal des Nationalkasinos und der Kult des Grafen István Széchenyi Die Tradition der „Széchenyi - Gedenkmahle" stammt von István Széchenyi selbst, er stiftete sie in seinem Tfestament aus dem Jahre 1833. Er hinterließ 200 Goldmünzen zur Verfertigung eines Pokals, den man an einem bestimmten lüg jeden Jahres bei einem Festmahl im Kasino auf sein Andenken leeren sollte. Seinem Wunsch nach ließ die Familie Széchenyi den Pokal bei der Firma Maierhofer & Klinosch in Wien verfertigen. Der Pokal zeigt die Züge des Historismus der ersten Hälfte der 1860er Jahre und 1864 wurde das erste Gedenkmahl mit der „Pokalfestrede" von Béla Wenckheim veranstaltet. Einige Festreden, wie z.B. die von Imre Széchényi, Miklós Bánffy, Viktor Széchényi, Kunó Klebelsberg, István Bethlen u.a., sind erhalten geblieben. Das gemeinsame Mahl als Ausdruck der Zusammengehörigkeit einer Gesellschaft ist ein Tbpos der europäischen jüdischen - christlichen Kultur auch im Alltagsleben. Das Pokalfestmahl ist auch in unseren lägen ein wohlbekannter Brauch bei verschiedenen Gewerbekorporationen, den Nachfolgern der Zünfte. Seine Quelle können wir wahrscheinlich in den Zeremonien der Mahle der Zünfte, oder aber der Universitäten zu suchen, diese waren schon im Mittelalter bekannt und auch in ihren Statuten festgelegt. Eine Form dieses Brauches ist auch „die Zeremonie des Punsch-Hinkens", ein schon zur Zeit Széchenyi's und auch heute noch weit verbreiteter Brauch der angelsächsischen Kultur, der auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens, sowohl in offiziellen als auch in privaten Sphären dabei ist. Der Graf wollte mit der Stiftung diese TVadition auch in Ungarn einbürgern. Die Pokalfestmahle des Nationalkasinos bildeten die einheitlichste Ausdrucksform des Széchenyi-Kultes, da die Festreden die Erinnerungen an Széchenyi aus achtzig Jahren zusammenfassen, und zwar so, wie ihn die höchste, Politik machende Schicht der Aristokratie betrachtete. Diese Einheitlichkeit zeigt sich auch in der Dauer, im Stil, in der Phraseologie der Reden. György Apponyi wies bei dem letzten Festmahl im Jahre 1944 darauf hin, daß man seit dem Beginn des ersten Weltkrieges 8 Jahre lang kein Pokalfestmahl veranstaltet hatte. Die Festreden anderer Jahre wurden in einem Ehrenband zusammengefaßt, um damit unverborgen dem Széchenyi-Kult zu dienen, 235