Folia historica 11
Temesváry Ferenc: Fejezetek a Magyar Fegyvergyár történetéből IV. rész
Maschineneinrichtung ist in technischem Sinne völlig veraltert, die Maschinen sind durchschnittlich über 30 Jahre alt. Trotzdem ist die Qualität des hergestellten Infanteriegewehrs gut, es ist aber in erster Linie den aussergewöhnlichen Fachkenntnissen und den im Laufe mehrerer Jahrzehnte gesammelten Erfahrungen des Generaldirektors Frommer, sowie den Fachkenntnissen einiger Meister zuzuschreiben." Ohne Frommers Erfahrungen wäre die Erreichlung dieser Qualität mit der gegenwärtigen technischen Einrichtung unvorstellbar. Der Wert des Infanteriegewehrs liegt in seiner Struktur und nicht "in dem Arbeitssystem der Produktion", das den modemen technischen Forderungen nicht entspricht. Loewe machte auch die Feststellung, dass die Produkte einer moderner eingerichteten Fabrik den Übernahmevorschriften viel mehr entsprechen könnten, da diese Vorschriften bedeutend strenger sind, als die praktischen Forderungen. Er weist darauf hin, dass die zur Übernahmekontrolle nötigen Messinstrumente und die zu ihrer Herstellung nötigen Geräte fehlen, die Leitung stützt sich hier auf eigene Erfahrung und Fachkenntnisse sowie auf die der führenden Meister. Die zur Produktion nötigen Instrumente und Geräte sind aus normalem Werkzeugsstahl verfertigt. Die Arbeitsprozesse könnten durch Anwendung vom spezialen, auch in Ungarn beschaffbaren Stahl beschleunigt werden. Diese Untersuchung bildete schon einen Teil deijenigen grossangelegten Vorbereitungsarbeit, deren Ziel die Rationalisierung, beziehungsweise die Fusion der Maschinenbau- und Metallindustrie-Unternehmungen war. Nach gründlicher Vorbereitung wurde zuletzt die Fusion der Ungarischen Waffenund Maschinenfabrik AG mit der Ungarischen Metall- und Lampenwarenfabrik AG beschlossen — entsprechend dem materiellen Interessen der Kreditbank und den militärpolitischen Interessen des Ministeriums für Landesverteidigung. Die Vorstellungen des Ministeriums für Landesverteidigung darf natürlich nicht ohne Rücksicht auf die allgemeine Lage in Europa bewertet werden. Im Hintergrunde stehen von 1930 an diejenigen militärischen Ereignisse als bewegungskräfte der Geschehnisse, die als Vorspiel zum zweiten Weltkrieg angesehen werden können. Deutschland okkupierte das Rheinland. Japan führte in Asien, Italien in Afrika einen Krieg. Eine der grössten Hindernisse der Rüstung in Ungarn war der Friedensvertrag von Trianon, infolge dessen unsere Heimat sowohl in finanzieller als auch in militärischer Hinsicht unter Beobachtung war. Förmlich erforderten die Kontrolleure die Einhaltung des Vertrages, tatsächlich aber erlaubten sie, den Vertrag umzugehen, weil eine kräftige ungarische Militärbasis ihrer militärpolitischen Konzeption 200