Folia historica 11

Temesváry Ferenc: Fejezetek a Magyar Fegyvergyár történetéből IV. rész

Ein Kapitel zur Geschichte der Ungarischen Waffenfabrik. IV. In seiner Einleitung weist der Autor darauf hin, dass er in diesem Kapitel die Vereinigung der Ungarischen Waffen- und Maschinenfabrik AG und der Ungarischen Metall- und Lampenwarenfabrik behandelt. Wie es zur Vereinigung gekommen war, beschrieb er in den vorigen Nummern der Folia Historica. Trotzdem kehrt er zu einigen — früher schon untersuchten — Grundfragen wieder zurück, um die Zusammenhänge besser zu erläutern. Zur Vereinigung führte das Bedenken, dass unter den bestehenden Verhältnissen — ohne gründliche Neuorganisierung und ohne Lösung zahl­reicher problematischen Fragen - die Lebensfähigkeit beider Fabriken nicht weiter gesichert werden konnte. Die Lage der Waffenfabrik wurde in den Jahren 1933-34 in be­denklichem Masse schlirmier. Die Passiva der Firma bei der Kreditbank er­höhten sich besonders, das Defizit wurde immer grösser. Die Aussichten zur Eintreibung der dem Ärar gegenüber bestehenden und in vielen Hinsichten streitigen Forderungen gestalteten sich sehr ungünstig, der Handelsgutumsatz schrumpfte völlig zusammen, von dem einzigen bedeutenden Besteller der Firma, dem Ministerium für Landesverteidigung konnte man wegen teilweise persönlicher Gegensätzen neue grössere Bestellungen kaum erwarten. Die Lampenwarenfabrik arbeitete mit einem empfindlichen Verlust, da ihre wichtigsten Produkte durch den Preiskampf tief betroffen wurden, sie befand sich der Fabrik von Manfred Weiss gegenüber sowohl in der Produk­tion, als auch auf anderen Gebieten in ungünstiger Lage, sie war bei der An­schaffung der Rohstoffe, beziehungsweise Halbprodukte mehr oder weniger von ihr abhängig. Die Firma Manfred Weiss kam auch dadurch zu Vorteilen, dass sie in den Fällen, wo die Lampenwarenfabrik ihren Bedarf mit Hilfe an­derer Firmen, zum Beispiel der von Rima deckte, die selbst Halbprodukte herstellte. Auch bei der Firma Rima erhöhten sich die Schulden beträchtlich und ohne Aufnahme neuer Betriebszweige hatte sie wenig Aussicht, die Ver­lustursachen aufzuheben. 198

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