Folia historica 6
Temesváry Ferenc: Fejezetek a Magyar Fegyvergyár történetéhez II.
Ein Kapitel zur Geschichte der ungarischen Waffenfabrik In seiner Einleitung weist der Autor darauf hin, dass die in den letzten Jahrzenten vorgenommene umfangreiche und mit einer grossen Übersicht geführte Forschung der ungarischen Industriegeschichte auf manche bisher vernachlässigte Umstände ein Licht geworfen haben. Doch haben zusammenfassende Facharbeiten und grössere Studien die Waffenindustrie der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nur in grossen Linien berührt: diesbezüglich wurde eher das Kleingewerbe erforscht. Nach dem II. Weltkrieg ist die Erforschung der Entwicklung der Neuesten Zeit, die fast an unsere Gegewart reicht, im Vordergrund geraten. Im Rahmen dieses Programms begann der Autor die Gründungsumstände der ungarischen Waffenfabrik zu untersuchen. Schon in der Einleitung stellt er fest, dass die nach dem Ausgleich (1867) erfolgte Beschleunigung der allgemeinen Entwicklung - entsprechend den Interessen der österreichischen und ungarischen Bourgeoisie — die Herstellung von Militärschiesswaffen an die Tagesordnung gestellt wurde. Charakteristisch auf diesem Gebiet war auch die Verflochtenheit, und zugleich gegeneinander geführte Kampf der ungarischen und österreichischen Bourgeoisie. Zur Bekräftigung der oben erwähnten gibt der Autor Auszüge aus dem gesammelten Material der zwischen 1869-1875 gegründeten, bzw. eingestellten Fabriken bekannt. Diese Studie untersucht jedoch in erster Linie Gründungsumstände der heutigen ungarischen Waffenfabrik in den Jahren 1886 bis 1890. Das erste Kapitel erörtert die Rolle der Einführung von Repetierwaffen und weist darauf hin, dass auf dem Gebiet der Monarchie ausgedehnte Versuche gemacht wurden. Im Oktober 1886 rief der Kriegsminister zwecks Beratung über die neuen Repertierwaffen eine Komission zusammen. Die Kommission übernahm zwar keine der vorgelegten Repertierwaffen an, aber als Resultat der Beratung folgten jene 187