S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 30. Suppl. (Budapest, 1977)
In einigen Fällen besitzen den Status der monotypischen Art die Formen, die sich durch wesentliche morphologische Merkmale von jedweder grossen Artengruppen unterscheiden ( M. bosnicus , peristericus - siehe VI. 3), Diese monotypischen Arten erhalten so faktisch die Bedeutung von Übergangsformen (Verbindungsglieder) zwischen einigen Artengruppen. , III. 10. Den Begriff 'Artengruppe" (VI. 2) benütze ich im Inhaltssinne des englischen Terminus "superspecies": "a monophyletic group of closely related and largely or entirely allopatric species" (MAYR, 1969: 52-53), Im Rahmen dieser Kategorie vereinige ich sowohl polytypische (Rassenkreise) wie auch monotypische Arten (III. 9), insofern auf Grund der Kongruenz der wesentlichen morphologischen Merkmale (vor allem Gestaltungstypus der Struktur des Aedoeagus-Innensackes - siehe V. 6) und auch auf Grund der Kontinuität (rezent oder historisch) ihrer Areale, sich der monophyletische Charakter der ganzen Gruppe voraussetzen lässt. III. 11. Den Begriff "Entwicklungslinie" (VI. 4) benütze ich als eine die einzelnen Arten und Artengruppen zusammenfassende Kategorie, deren Komplex von anderen Artengruppen durch deutlich* Unterschiede in den wesentlichen morphologischen Merkmalen getrennt ist. Der Begriff Entwicklungslinie bedeutet in der vorliegenden Revision also eher Subgenus und ist, was den Inhalt anbelangt, von dem Begriff Artengruppe (III. 10) zu unterscheiden. Das Grundkriterium für diese gemeinsame Trennung der Artengruppen sind wesentliche Unterschiede im Typus der Aedoeagusgestaltung und der Gestaltung der Struktur seines Innensackes (siehe VI. 4). IV. Bionomie IV. 1. Unsere Kenntnisse über die Lebensweise der meisten Molops-Arten sind sehr mangelhaft. Vereinzelte Angaben über die Biotope, wo bestimmte Formen gesammelt wurden, trifft man insbesondere bei APFELBECK (1904), in den MÜLLER'sehen Beschreibungen und in den Beschreibungen von MARAN. Käfer der Gattung Molops gehören wahrscheinlich zu den typischen carnivoren Carabiden, wie auch die meisten Pterostichini. Larven wurden nur von zwei Arten beschriebe*!: M. piceus (JEANNEL, 1948: 76-78) und M. ovipennis (CERRUTI, 1941: 938-943); beim M. piceus wurde die Brutpflege des Weibchens beobachtet (KOMAREK, 1954: 132-134). IV. 2. Die meisten Formen leben in Gebirgen in Waldbiotopen (in Laub- und Nadelwäldern). Nur vereinzelte Formen leben über der Waldgrenze, in der Nähe von Schnee feldern: M. bosnicus , peristericus , alpestris vlasuljensis (nach APFELBECK, 1904), apfelbecki , rhodopensis , reiseri cakorensis (nach den Angaben auf den Fundortzetteln), Die meisten Formen leben in den balkanischen Gebirgen in einer Höhe zwischen 10001800 m. In niedrige Lagen dringen besonders die Arten elatus, . piceus , ovipennis, pro- missus, dalmatinus und teilweise (in Kroatien) auch simplex vor. IV. 3. Gehen wir von der Einteilung dös Balkanterritoriums in Grundtypen biogeographischer Provinzen aus, die für die Balkanhalbinsel MATVEJEV (1961) ausgearbeitet hat, dann gehören die Molops-Arten zu den charakteristischen Tierarten von zwei Provinzen: a/ Die Provinz der mediterranen bergigen Felsenweiden und Felsenwälder bzw. ihre Subprovinz der mediterranen bergigen Felsenwälder (Mediterranean mountain rocks, rocky pastures and rocky woods; Subprovince: Mediterranean mountain rocky woods MATVEJEV, 1961). Derartige Territorien .auf der Balkanhalbinsel bilden isolierte biogeographische Inseln, wo während Diluvialzeit Elemente der tertiären Flora und Fauna überlebt haben. Zu diesem Territoriumstypus gehören insbesondere die Fundorte südlich der Linie Sar planina - Rila, d. h. von Mazedonien, Albanien und Griechenland, die in einer Höhe etwa zwischen 1000— 2000 m liegen (z. B. aar planina. Jakupica, Prokletije,