S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 30. Suppl. (Budapest, 1977)
Peristeri, Parnassos u. a. ); es handelt sich um relativ kalte und trockene Biotope (die durchschnittliche Jahrestemperatur in der Höhe von 2000 m ist 2, 7°C, im August 11,0 °C, Niederschlagsmenge im Jahre 770 mm; indirekt proportional zu der Höhe schwankt auch die Temperatur und die Feuchtigkeit). Nördlich von der Linie aar planina - Rila kommen isolierte Inseln derartigen Territoriums in den Gebirgen von Montenegro und stellenweise auch in der Herzegowina und im Westen der Balkanhalbinsel in der Höhe über 1500-1700 m vor; Elemente dieses Territoriumstyps reichen im Norden bis an die Südhänge der Karpaten, im Westen bis zu den Ostalpen und zum Apennin (eine eingehende Charakteristik siehe MATVEJEV, 1961:87-98). Ein derartiges Territorium - Zone der mediterranen bergigen Felsenwälder - ist von grosser Bedeutung für die Verbreitung einiger Molops-Arten: im Gebiete südlich der Linie aar planina - Rila leben gut ausgeprägte endemische Formender rufipesund spar tanus-Ras senkreise s und auch monotypische Arten wie peristericus , weiratheri und matchai. Diese ForÄ^n soll man also als ein Relikt der tertiären Molops-Formen verstehen (siehe näher späWr im Text - VI. 4. ). Nordwestlich der Linie Sar planina - Rila in den Biotopen dieses Territoriumstyps leben schon spezifische Formen solcher Arten, deren eigentliches Lebensmilieu schon die Provinz der europäischer Laubwälder darstellt (siehe unter b/), wie z. B. die Hochgebirgsformen der Artengruppen curtulus-reise ri, elatusobtusangulus und alpestris . b/ Die Provinz der europäischen Wälder, vorwiegend Laubwälder. Die niedrigen Lagen dieses Territoriumstyps (600-800 m im Nordwesten und 800-1000 m im Südosten) bildet die Subprovinz der submediterranen balkanischen Wälder, die höheren Lagen (über 800-1000 m mit sehr veränderlicher Obergrenze) bilden die Subprovinz der balkanischmitteleuropäischen Wälder. In der niedrigen Zone herrscht ein wärmeres und trockeneres Klima (durchschnittliche Jahrestemperatur 9,3° - 11,7°C, im Sommer 20,0° - 23,2 °C, Niederschlagsmenge 450-650 mm), in der höheren Zone ein kälteres und feuchteres (Jahrestemperatur 6,5° - 8, 9°C, im Sommer 16,2°- 19,9°C, Niederschlagsmenge 8381097 mm; im Rahmen dieser Charakteristik weichen die Fundorte im Westen, Norden und Osten dieser Zone ab; eingehend siehe MATVEJEV, 1961: 107-128). Ein derartiges Territorium bildet das eigentliche Zentrum, wo die meisten Molops-Formen im Gebiete von den Ostalpen über Slowenien, Kroatien, Bosnien, Herzegowina, Montenegro, Kosovo-Metohij a bis nach Rodopi und Stara planina in Bulgarien vorkommen. Charakteristische Arten dieses Territoriums stellen die polytypischen Arten elatus . alpestris . obtusangulus und piceus dar, im westlichen Teile des Gebietes striolatus, ovipennis . simplex u. a. , im östlichen Teile dilatatus . IV. 4. Die übrigen Territoriumstypen der Balkanhalbinsel sind- für die Molops - Arten überhaupt (trockene Steppengebiete) oder vorwiegend ungünstig. Einzelne Formen dringen trotzdem in solche Territorien vor, die der angeführten Charakteristik der zwei biogeographischen Provinzen nicht entsprechen. In den Hochgebirgslagen - etwa in der Höhe über 1500-1700 m - kommen wahrscheinlich einige Formen in Biotopen mit Elementen des Territoriums der europäischen Taiga-Wälder vor (siehe MATVEJEV, 1961: 158-169), d.h. in den ziemlich kalten und feuchten Biotopen des Nadelwaldes, insbesondere in den Gebirgen Kopaonik, Durmitor, Volujak und weiter auch Rila, Pirin, Rodopi und Stara planina. Es handelt sich immer um solche Arten, deren eigenes Territorium zur Provinz der europäischen Wälder, vorwiegend Laubwälder gehört. Einzelne Formen - meistens morphologisoh gut getrennte Arten wie M. dalmatinus und promissus - sind in solche Territorien vorgedrungen, die nach MATVEJEV (1961:34-37) zur Provinz der mediterranen Küstenwälder und Maquis gehören. Die bisher nur in der Typenserie bekannte Art M. maderi wurde in einer Höhe von 600 m in der Olivenregion gesammelt (siehe MÜLLER, 1933: 218). Die Angaben, welche die angeführten biogeographischen Gebiete (Provinzen und Subprovinzen) charakterisieren, kann man also auch für eine allgemeine Charakteristik der ökologischen Bedingungen der Molops-Arten halten. >