Folia archeologica 53.
Mráv Zsolt: Traianus-kori monumentális építései felirat a carnuntumi legiotáborból
AL A I KSI S PAR I HOS des Totalbestandes ausmachten, zum Feldzug nicht mitgebracht, sondern auch sie wurden in Aquincum gelassen. Die später genesenen Soldaten können weitere potentielle Inschriftenerrichter gewesen sein. Auf Grund unserer heutigen Kentnisse kann man also feststellen, dass die legio II adiutrix mit ihrem Totalbestand an der Orientalexpedition von Caracalla teilnahm, und davon mit Elagabalus zusammen erst im Frühjahr - Sommer des Jahres 219 n. Chr. nach Aquincum zurückgekehrt sein sollte. Dieser Behauptung widersprechen auch diejenigen Inschriften nicht, die einigen Unteroffizieren und Soldaten der legio II adiutrix in den Jahren 217 und 218 n. Chr. in Pannónia und in Moesia Superior errichtet worden sind, da diese Soldaten entweder solche Amter bekleideten, die ihre Anwesenheit in Pannonién unentbehrlich machten, oder sie mussten infolge einer speziellen Aufgabe bzw. einer schweren Krankheit hinterlassen worden sein. Mangels einer Ersetzung könnte sogar eine Unterabteilung der legio II adiutrix in Aquincum geblieben sein. ZUSAM MENFASSKNI) Die Teilnahme der pannonischen Legionen und Hilfstruppen an den Feldzügen der Severer gegen die Parther mit vier neuen Angaben bereichert, und zwar mit den folgenden: 1/ Die aus cler Mauer der königlichen Basilika in Székesfehérvár ausgebrochene Grabinschrift wurde zum Andenken an zwei Brüder, Aelius Flavianus und Iustianus errichtet qui de/ciderunt in exped(itione) / [,I+T[IIÇA. Die schwer beschädigte Bezeichnung des Feldzuges wurde lange Zeit in der Form von [Gojtfijca rekonstruiert (AE 1941, 10 = RIU 1502), und man brachte den Tod der Soldaten mit dem gotischen Krieg von Claudius II. im Jahre 269 n. Chr. in Zusammenhang. Auf Grund cler Datierung, des Schriftbildes der Inschrift, sowie der Form cler Buchstaben und auf Grund des für die Ergänzung des Wortes zur Verfügung stehenden Platzes ist aber auch die Deutung in exped(itione) [Pä]rt(h)[i]ca genauso möglich. Laut cler Wendung ihello desideratas hoste Gutica an dem in Celeia gefundenen Grabmal (AIJ 10) eines im gotischen Krieg von Claudius II. gefallenen Soldaten wurde dieser gotische Krieg bellum und nicht expeditio benannt. In der Inschrift von Székesfehérvár wurden die Buchstaben О im Vergleich zu den anderen Buchstaben konsequent kleiner gemeißelt, deshalb lässt das vor dem T erhalten gebliebene gebogene Buchstabenfragment, welches mit dem T von gleicher Höhe ist, nicht den Buchstaben O, sondern lieber den Buchstaben R vermuten. Dementsprechend können wir die Inschrift auf Grund cler zweiten Aullösungsmöglichkeit auf einen Feldzug gegen die Farther beziehen. Auf Grund cler Benennung des Feldzuges expeditio Parthica sind die Soldaten nicht während Caracallas expeditio orientális, sondern höchstwahrscheinlich während des zweiten Partherfeldzuges von Septimius Severus gefallen. 2/ Ein in Székesfehérvár gefundene Altar wurde von einem Veteranen der legio II adiutrix, namens L. Septimius Veranus pro voto suscepto in expeditione Parthica dediziert, cler neuen Datierung von G. Alföldy nach im Jahr 205 n. Chr. Der Soldat, der auf Grund seines römischen Bürgerrechtes höchstens 12 Dienstjahre hinter sich hatte, konnte im Jahre 205 n. Chr. als Veteran nur in dem Falle einen Altar errichten, wenn er vom Heer wegen einer Kriegsbeschädigung mit missio causaria vorzeitig entlassen wurde. L. Septimius Veranus soll deshalb ein sogar mehrere Jahre nach cler Rückkehr der legio II adiutrix heimgekehrter Kriegsbeschädigter aus der zweiten parthischen Expedition von Septimius Severus gewesen sein.