Folia archeologica 53.

Mráv Zsolt: Traianus-kori monumentális építései felirat a carnuntumi legiotáborból

138 ZSOLT MRÁV 3/ Die 240 n. Chr. entstandene Entlassungsurkunde eines Soldaten aus Thrakien der in Arrabona stationierten ala I Ulpia contariorum, namens Aurelius Bithus (RMD IV, 610-611 App. 1.2) wirft die Möglichkeit der Teilnahme der Reiterhilfstruppe am Orientalfeldzug von Caracalla auf. Ich halte es nämlich für wahrscheinlich, dass der Soldat aus Thrakien - dem Fall der in diesen Jahren in die westlichen Einheiten des Expeditionsheeres in großer Anzahl eingeteilten thrakischen Rekruten ähnlich -im Jahre 214 oder 215 n. Chr. deshalb rekrutiert wurde, weil die nach Osten marschierende ala I Ulpia contariorum auf den Kriegsstand erhöht werden musste. Dazu kommt noch die Tatsache, dass die ala wegen ihrer Kampfmethode orientalischen Typs, die sich auf dem Waffengebrauch von contus beruhte, oft ins Gebiete außerhalb von Pannonién, hauptsächlich in orientalische Feldzüge abkommandiert wurde, so blieb sie wahrscheinlich auch während des Orientalfeldzuges von Caracalla nicht in Pannonién. 4/ Es ist ein Problem, die Inschriften, welche den Soldaten der legio II adiutrix in den Jahren 217 und 218 n. Chr. in Pannónia Inferior und in Moesia Superior errichtet worden sind, und die Teilnahme der Legion an Caracallas expeditio orien­tális in Einklang zu bringen. Laut des in Byzantion gefundenen Grabsteines von einem aquilifer der legio II adiutrix wurde nämlich der Totalbestand der Legion zum Orientalfeldzug abkommandiert, und der kehrte erst im Frühjahr - Sommer des Jahres 219 n. Chr. mit Elagabalus zusammen zurück. Aber den scheinbaren Widerspruch kann man doch auflösen, weil die aus den Jahren 217 und 218 n. Chr. stammenden Inschriften diejenigen Soldaten erwähnen, die entweder solche Amter bekleideten, die ihre Anwesenheit in Pannonién unentbehrlich machten, oder sie mussten infolge einer speziellen Aufgabe bzw. einer schweren Krankheit hinterlassen worden sein.

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