Folia archeologica 49-50.

Viola T. Dobosi: Elefántmaradványok mint nyersanyagok négy őskőkori lelőhelyen

68 TIBOR KEMENCZEI gilt. 3 6 Der Bronzekopf mit rückwärtsblickender Hirschgestalt gehört zu den Beigaben des Grabes, zeigt die typischen Merkmale des frühskythenzeitlichen Stils (Abb. 20. 2). In den Bestattungen der skythischen Siebenbürgen-Gruppe sind mehrere Analogien zum bronzenen Ring mit acht Ösen bekannt (Abb. 20. 7) 37 Eine Variante mit vier Ösen befindet sich im Fundmaterial des Grabes 12 von Kesznyéten im Gebiet des nördlichen Alföld (Abb. 13. 7). Der Haarring soll nach Siebenbürgen vom Alföld gelangt sein. Bei der Datierung der Haarringe mit Kegelkopf aus Blech kann man die oben, bezüglich der Haarringe mit Schlangenkopfabschluss erwähnten Angaben be­achten. Darüber hinaus ist es erwähnenswert, dass der goldene Haarring von Tápiószentmárton zusammen mit der Hirschfigur aus Eletronblech, der in das 6. Jh. v. Chr. datiert werden kann, in derselben Bestattung lagen. 3 8 Genauso aus diesem Jahrhundert kann der Grabhügel von Nevickoje stammen, in dem neben einer genieteten Eisentrense auch ein silberner Haarring mit Kegelkopf aus Blech, und einer mit Nagelkopf gefunden wurden (Abb. 12. 9-10, 15). Eine Eisentrense genau von der gleichen Form kommt unter den Beigaben des Skelettgrabes A/40 von Chotin vor. Im Grab befand sich auch ein kreuzförmiger Köcherbeschlag, dessen drei kürzere Zacken einen Adlerkopf darstellen. 3 9 Dieses Exemplar kann man dem Fund von Törökszentmiklós (Abb. 7. 1) ähnlich, auf Grund der Köcher­beschläge vom Steppengebiet zum Fundmaterial des 6. Jh. v. Chr. zählen. Mit einer handgefertigten Fußschüssel mit eingebogenem Rand zusammen kam ein Haarring mit Kegelkopf aus Blech aus dem Grab 2 von Budapest-Rákos­palota (Abb. 7. 12-13) zum Vorschein. Ganz ählich geformte Fußschüsseln be­finden sich unter den Beigaben des Grabes 27 von Vámosmikola (Abb. 15. 1), sowie des Grabes A/2 von Heves, Semmelweis Str. (Abb. 16. 8). Auch in diesen Bestattungen wurden Haarringe mit Kegelkopf aus Blech gefunden. Für die Keramikkunst der Alföld-Gruppe war die Herstellung von solchen Fußschüsseln nicht typisch. Den erwähnten Fundstücken ähnliche Schüsseln kann man im Fundmaterial der mitteldonauländischen Hallstattkultur aus dem 8-6. Jh. v. Chr., sowie im vor- und frühskythischen Fundstoff der Mittleren-Dnjestrgegend, und unter den skythenzeitlichen Denkmälern der Kustanovice-Gruppe finden. 4 0 Die oben erwähnten Grabfunde von Vámosmikola und Heves zeugen davon, dass die handgefertigten Fußschalen mit eingebogenem Rand in der frühen Phase der Alföld-Gruppe hergestellt wurden. Neben den Fundstücken des Karpatenbeckens kam auch aus dem Hügelgrab 95 des Gräberfeldes von Ferigile in Oltenien ein solcher bronzener Haarring mit Nagelkopf zum Vorschein, der aus dem 6. Jh. v. Chr., und zwar aus der zweiten Hälfte des Jahrhunderts stammt. 4 1 Dieser konnte durch die Beziehungen zur Alföld-Gruppe ins Gebiet der Ferigile-Kultur gelangen. Neben den erörterten Bestattungen, die in die erste Periode der Alföld­Gruppe stammen, gibt es mehrere Grabfunde, die auf Grund der Denkmäler der mitteldonauländischen Hallstattkultur datiert werden können. Unter den Beigaben des Grabes 16 vom Balmazújváros—Hortobágy-Arkus Grä­berfeld befindet sich ein zylinderförmiger Anhänger aus Bronzeblech, der vom Territorium der Hallstattkultur ins Gebiet des Alföld gelangen konnte (Abb. 6. 3 7 Marinescu 1984, 79. 3 8 Fettich 1934, Taf. 6. 2. 3 9 Dusek 1966, 111. Taf. 5, 17. 20; Werner 1988, 22. Taf. 12, 72. 4 0 Patek 1993, 53. Abb. 36; Smirnova / Bernjakovié 1972, 115. Taf. 6, 5; Smirnova 1984, 54. Abb. 2-3. 4 1 Vulpe 1967. Taf. 26, 4; Oers. 1977, 104. Abb. 12, 8.

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