Folia archeologica 49-50.

Viola T. Dobosi: Elefántmaradványok mint nyersanyagok négy őskőkori lelőhelyen

66 TIBOR KEMENCZEI Hälfte des 7. Jhs. v. Chr. auch den Nordwestbalkan, wie es uns die Exemplare aus einem reichen Frauengrab von Donja Dolina belegen. 2 1 Ins Gebiet des Alföld konnten die mit kleinem Kegelkopf ausgestalteten Haarringe aus Draht auch aus Siebenbürgen stammen. Diese gehören zur gleichen Formengruppe, wie die Armringe mit Kegelkopf. Solche Stücke sind die im nord­ungarischen Alsótelekes und Piliny gefundenen bronzenen Armringe, während die Beigaben des Fürstengrabes von Artänd goldene Armringe sind. 2 2 Letztere datiert man in die Mitte des 6. Jhs. v. Chr. Die Form der spiralförmigen Haarringe, die im Fundmaterial der Alföld­Gruppe in größter Anzahl vorkommen, erinnern uns am besten an die Form der ähnlichen vorskythischen Schmuckstücke des Steppengebietes. 2 3 Auf den Steppen war aber in der frühen Skythenzeit die Tracht von Haarringen anderen Typs üblich, die teils von griechischen Goldschieden hergestellt wurden. 2 4 Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass die Haarringe von Alföld die Form von skythischen, griechischen Vorbildern nachahmen. Ihre Herstellungstechnik, d. h. der Gold­blechüberzug von bronzenen Schmucksachen, die Verwendung von Filigran und Granulation können aber vom Osten stammen. Die Form der spiralförmigen Haarringe konnte, eventuell nach vorskythischen Vorbildern, im Gebiet des Alföld entstehen. Laut der Beigaben dauerte die Mode der Haarringe während der ganzen Periode der Alföld-Gruppe an. Die ältesten Stücke stammen aus der frühen Periode der Alföld-Gruppe skythischer Prägung. So fand man unter den Beigaben des Grabes 30 von Szentes-Vekerzug neben Haarringen mit Nagelkopf eine bronzene Ajourscheibenfibel mit einem durchbrochenen Sternmotiv (Abb. 3. 22). Eine ähnliche Scheibenfibel befindet sich unter den Beigaben eines der Gräber mit typischer Frauenschmuckgarnitur der zweiten Hälfte des 7. Jhs. v. Chr. im eisenzeitlichen Gräberfeld von Donja-Dolina in Bosnien. 2 5 Auch aus dem Grab 53 von Szentes — Vekerzug kamen Schmuckstücke balkanischen Ursprungs zum Vorschein. Diese sind vogelförmige Bronzeanhänger vom mazedonischen Typ (Abb. 3. 3-5), die vom Ende des 8. Jhs- 6. Jh. v. Chr. stammen können. 2 6 Die Tracht der Haarringe mit Kegelkopf im Gebiet des Alföld in der frühen Skythenzeit beiweisen die Fundstücke des Grabes 22 von Csárdaszállás. Mit diesen Haarringen zusammen wurden goldene Rosetten gefunden (Abb. 4. 19-23), denen ähnliche Schmuckstücke sich auch unter den Fundstücken des Grabes 27 von Szentes - Vekerzug (Abb. 4. 12-14), sowie unter den Beigaben des Fürsten­grabes von Artánd befinden. 2 7 Im Steppengebiet sind solche Goldzieraten in den Fundgütern aus jeder Periode der Skythenzeit aufzufinden. 2 8 Die Mode dieser Schmucke konnte ganz früh, schon während des 7. Jhs. v. Chr. ins Karpatenbecken gelangen, wie davon die Grabfunde der Siebenbürgen-Gruppe und das Grab 27 im hallstattzeitlichen Gräberfeld vom slowenischen Sticna zeugen. 2 9 Im Gebiet des Alföld kommen unter den Grabfunden eines Grabes von Mezőtúr goldene Ro­2 1 Párducz 1954, 88, Abb. 32, 2; Terian 1998, 515. 2 2 Patay 1955, Taf. 16. 10; Dem. 1961, Taf. 5, 16; Párducz 1965, Taf. 20; Kemenczei 1994, 85. Abb.3, 2. 2 3 Siehe Anm. 9. 2 4 Skrzinskaja 1986. 112ff. 2 5 Párducz 1954, 88. Abb. 32, 3. 2 6 Buuzek 1963, 13. 16. 2 7 Párdutz 1965, Taf. 17. 2 8 Galanina 1999, 139. 2 9 Vasilim 1980, Taf. 19, 7-9: Blaj; Gabravec 1966, 22. Abb. 12, 1-3. 7.

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