Folia archeologica 49-50.

Csaba Tóth: A „szerecsendenár”

354 CSABA T o rn gerade im Zusammenhang mit den oben erwähnten zwei Bauen. Der Gegenban Henrik Kőszegi emittierte seine Münzen in Verőce, deshalb wurden diese Münzen als „banalis Verocensis" 2 4 erwähnt. Ákos Mikes setzte die Präge an ihren ursprünglichen Ort zurück, so wurden die von ihm ausgegebenen Münzen nach dem lateinischen Namen von Zagreb „Civitas Monds Grecensis" auch „denarius grecensis" 2 5 genannt. Bei diesen können wir manchmal auch einen Namen­anschluss finden, die in der Form „moneta Zagrabiensis Mykzbani" 2" sowohl auf den Ausgeber als auch auf die Prägestätte, auf die Stadt hinweist. In den Benennungsformen „denarius parvus Álbensis'" 2 7, „parva moneta Chogediensis" 2 8, „banalis de Clusuar'" 2 9 und „moneta Syrmiensis" 3 0 kann man gleichfalls die Namen der Städte, der Territorien entdecken, in denen sich die Münzprägen befanden (Székesfehérvár/StuhlweiBenburg, Szeged/Szegedin, Kolozsvár/Klausenburg und Szerémség/Syrmien) . 3. Auch die Darstellung auf dem Münzbild konnte die Grundlage für die Benennung einer gegebenen Münze bilden. So die Denare mit „Lilie" 3 1, ,Adler" 3 2, „Kreuz" 3 3 (denarius lyliatus, cum aquila, crucitus), die mit konkreten Münztypen genau identifizierbar sind. Neben diesen drei Systemen konnten die Münzen auch mit anderen Beiwör­tern versehen werden. Neben Benennungen, die auf den Wert, beziehungsweise auf die Qualität der Münze hinweisen, wie die Ausdrücke „albus", „bonus", „malus" und „parvus" zeigt das Begriffpaar „banalis" — „denarius" eine bedeutende Unter­scheidung, die zur Veranschaulichung des Wertverhältnisses zwischen diesen zwei Prägungsgruppen verwendet wurde, zugunsten der ersten Münze. Außerdem finden wir solche allgemeinen Ausdrücke wie „königliche", „neue", „ungarische" und andere Münzen. Zugleich kann man aber feststellen, dass die­selbe Münze unter verschiedenen Namen erwähnt wird. Im päpstlichen Zehntverzeichnis der Diözese Siebenbürgen vom Jahre 1332 wurde mehrmals eine Münze, der so genannte „novus banalis" erwähnt. 3 4 Auf demselben Territorium, wo in diesem Jahr mit dieser Münze gezahlt wurde, erschienen 1333 zwei andere Münzbenennungen: „banalis crucitus" und „banalis de Clusuar". Gewiss verstand man unter diesen drei Ausdrücken den gleichen Prägungstyp, nur zeitlich unci territorial gesehen auf unterschiedliche Weise. In der Umgebung von Kolozsvár (Klausenburg) wurde die Münze nach der Prägestätte benannt, in davon entfernt liegenden Gebieten demgegenüber nach dem Münzbild, welches auf dem Revers ein Kreuz zeigt. Die Qualität der sowieso schlechten Münze wurde schnell immer schlechter, deshalb rnirde sie in Désvár schon 1333 „malus crucitus" genannt. 35 Dementsprechend erfolgte ein Bedeutungswechsel auch in der Bestimmung des 2 4 Vat.I/1. 103, 107, 111-112, 116, 119-120, 122, 123, 130, 133-134, 138, 140-141, 240, 268. 2 5 Vat.I/1.256, 377, 387, 388. 2 6 „LXXVI. denarios monete Zagrabiensis Mykzbani" Vat.I/1. 403; V. marchas monete Zagrabiensis Misbani" Vat.I/1. 435. 2 7 „pro triginta marcis denariorum parvorum albensium" Zichy I. 522, 504; „LX. denarios pervulos de Alba Regali" Vat.I/1. 425, „IUI. Pensas parvulorum denariorum de Alba Regali" Vat.I/1. 426, „XXXVI. pensas parvorum denariorum de Alba Regali" Vat.I/1. 428. 2 8 „parva moneta Chogediensis" Vat.I/1 .1 74, „moneta Czegediensis" Vat.I/1 .415. 2 9 Vat.I/1.113, 115. 3 0 „usualis monete Syrimiensis" Vat.I/ 1.174. 3 1 „denarius lyliatus" Vat.I/1.95, 99-103, 105-106, 110. 3 2 „denarius cum aquila" Vat.I/1.126, 133, 134. 3 3 „banalis crucitus" Vat.I/ 1.113-114; „denarius crucitus" Vat.I/1. 119, 120, 127. 3 4 Vat.I/1.92, 94-95, 99, 100, 103. 3 5 Györffy 1984. 150-152.

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