Folia archeologica 49-50.

Csaba Tóth: A „szerecsendenár”

DER „SARACHEN-DF.NAR" 353 tigen Schritt zur Identifizierung der Münze, im weiteren müssen wir untersuchen, was für den Gebrauch bezüglich der Benennung der Münzen in dieser Periode typisch war, und welche Münze Ende der Herrschaft von Ludwig I. geprägt wurde. DER GEBRAUCH DER MÜNZBENENNUNGEN IN DER ANJOU-ZEIT Vor der Anjou-Zeit wurden in Ungarn die kleine Silbermünze, der Denar, sowie dessen Variante zum halben Gewicht, der Obulus als alleinige Münzsorte geprägt. Aus dieser Zeit sind nur allgemeine Münzbenennungen erhalten ge­blieben, wie moneta, denarius, obulus, die manchmal auch auf den Münzen selbst angegeben wurden. 1 8 Außerdem kennen wir nur eine einzige speziale Münzbenenn­ung, und zwar die Benennung der Münzen der slawonischen Bane: banalis. Während der Herrschaft von Karl wurde die Palette der Münzsorten viel diffe­renzierter. Neue Münztitel erschienen, wie der seit 1325 geprägte Goldgulden und der zwischen 1328-1337 emittierte Heller. Auch das Angebot von Kleinmünzen von niedrigerem Wert wurde größer. Es waren Denare von ganz unterschied­lichem Wert nebeneinander im Umlauf, deshalb wurde es nötig, diese voneinan­der unterscheiden zu können, und hier trennten sich die offizielle Terminologie und die Umgangssprache im Wortgebrauch voneinander. Man kann im offiziellen Gebrauch der Münzbenennung - in den Kammermietverträgen und Münzpräg­ungsverordnungen - einen eindeutigen Archaismus bemerken. In diesen Doku­menten nennt man die Münze immer Denar, sogar auch der Heller, der Gold­gulden und der Obulus werden Denar genannt, eventuell mit einem Beiwort versehen. 1 9 Was die Münzbenennungen betrifft, war die Umgangssprache weniger präzis, aber aus unserem Gesichtspunkt gesehen viel abwechslungsreicher. Man kann in der Praxis grundsätzlich drei Methoden absondern. 1. Die Münze konnte nach ihrem Ausgeber benannt werden. Die älteste Form in dieser Kategorie ist der Ausdruck „banalis" selbst, der auf den jeweiligen sla­wonischen Ban, der die Münzen prägen ließ, hinweist. In der späteren Form wird auch die Person des Bans genauer angegeben. So entstanden die Benennungen „banalis Henriciani" 2 0 und „moneta Misbani" 2 1, bei denen es keine Schwierig­keiten bedeutet, die Namen der slawonischen Baue Henrik Kőszegi (1301-1309) und Akos Mikes (1325-1343) zu erkennen. Dieselbe Methode kann man bei der Entstehung der Münzbenennung „banalis Gurhes dictus" 2 2, die mit László Gurhes, dem im Jahre 1323 erwähnten Kammergrafen in Verbindung gebracht werden kann. 2 3 2. Die Benennung kann auf die Prägestätte hinweisen, die bekanntesten Bei­spiele kann man wiederum aus dem Bereich der slawonischen Denare anführen, 1 8 OBVLVS - Béla IV. H.297 (CNH.I.232), MONETA - H.320-324. (CNH.I.253-256) 1 9 1335. ...comes camere faciet fabricari Informes denarios. . .videlicet florenos... grossos...et parvos denarios. DRH. 86. 1336. genauso DRH.91. 1338. ...bifonnes denarios... scilicet maiores et mino­res...DRH. 96. 1345. ...florenis seu aureis denariis...DRH. 119. 2 0 „denarii seu monete quondam Herricy bani" A.I. 548; „X. pensas denariorum Bagam Hemri­cianorum" Vat.I/1.174; „V. pensa Heresianorum" Vat.I/1.240; „VII. pensas banalium Herenicianorum" Vat.I/1.268; „XX. banales solvit Herecitianos" Vat. 1/1.273. 2 1 „denariis monete Misbani" Vat.I/1.420; „I. pensam banalium Misbani" Vat.1/1.434; „III. marchas dicte monete Misbani" Vat.I/1.435. Weitere Zahlungen: Vat.I/1.161-172, 420-421, 434-435, 145-161, 174-184, 220, 236-246, 260-268, 270-316, 411-417, 429. 2 2 „X. pensas banalium de Gurhes dictas" Vat.I/1 .271 ; „banales Gurhes dictos" Vat.I/ 1.271; „IIII. pensas denariorum Gurhes dictos" Vat.I/1 .280; „I. marcam de banalibus Gurhes" Vat.I/ 1.303. 2 3 „Ladislao de Gurhes" DRH. 77.

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