Folia archeologica 49-50.

Csaba Tóth: A „szerecsendenár”

DER „SARACHEN-DF.NAR" 351 das erste mal erwähnt wurde. Aus dieser Tatsache zog er die Folgerung, dass diese Benennung in keinem Zusammenhang mit dem Attribut - mit der Barte - des Heiligen Ladislaus stehen kann, und die ganze Frage aus einem ganz anderen Gesichtspunkt betrachtet werden muss. Was den Ursprung der Benennung be­trifft, nahm er die Feststellungen von József Ernyey an; das heißt er brachte die Münzbenennung mit dem Namen von Onoffrio Bardi in Zusammenhang. Er war selbstverständlich damit im Klaren, dass zwischen dem Beginn der Tätigkeit von Bardi bei der Kammer (1417) und der ersten Erwähnung des „bardus" (1389) ein Hiatus von beinahe zwei Jahrzehnten besteht. l)a aber von seiner öffentlichen Rolle schon aus früheren Zeiten Angaben erhalten geblieben sind, war er der Meinung, dass seine Tätigkeit in der Finanzverwaltung trotzdem anzunehmen ist, wenn auch keine konkreten Erwähnungen vorhanden sind. Nach dem Aufsatz von Lajos Huszár wurzelte sich also in der ungarischen Forschung diejenige Auffass­ung fest, wonach die Benennung „bardus" sich auf eine unter der Herrschaft von Sigismund geprägte Silbermünze bezieht, nämlich auf den Denar H.575. (CNH. II. 120.), der später - infolge der Emission einer neueren Prägung - „obardus" [Altbardus] genannt wurde. Die Münze wurde nach einem Geschäftsmann italie­nischer Abstammung, namens Onoffrio Bardi benannt, der zur Zeit der Herr­schaft von Sigismund eine große Wirkung auf die ungarische Münzprägung aus­übte. Zwar hatte auch diese Theorie schwache Punkte, erwies sich doch als aller­bestes Modell. Auf das erste wirkliche Wanken dieser sonst sympatischen Theorie musste man ganz bis 1990 warten, ganz, bis zur Veröffentlichung des Aufsatzes von Pál Engel. In diesem Aufsatz erörterte der Verfasser den Begriff „bardus" im Zu­sammenhang mit den Münzwertverhältnissen in der zweiten Hälfte des 14. Jahr­hunderts aus einem grundsätzlich neuen Aspekt. DIE SCHRIFTLICHEN QUELLEN Die Benennung „bardus" kommt zuerst 1389 in den Urkunden vor, dann wurde sie kontinuierlich noch bis Anfang des 15. Jahrhunderts erwähnt. 9 Von 1391 an fügte man von Zeit zu Zeit auch das Beiwort „alt" hinzu (antiquus bardus), aber auch die einfache Erwähnung lebte weiter. 1 0 Ab 1395 erschien der Ausdruck „obar­dus" [.Altbardus"], aber auch im Weiteren mit dem Beiwort „antiquus" zusam­men. 1 1 Wenn man eine ganze Reihe der Erwähnungen in Betracht zieht, scheint 9 1389.V.9. „pro viginti duabus marcis denariorum Bardus vocatorum" Zs. 1.1015; 1390.VIII. 31., „tertia parte unius bardonis" Zs. 1.1644; 1391 .XI 1.6. „bonorum denariorum Bardorum" Zs. 1.2292; 1391.VIII. 15. „cum antiqua moneta videlicet bardus" Zs.I.2182; 1392.11.22. „monetarum Bardus nominatorum" Zs. 1.2401; 1393.11.13. „fiorentini quemlibet per centum denarios antiquos nostre monete vulgo bardus vocate computando" Zs. 1.2827; 1393.X. 20. „denarios Bardones" Zs. 1.3156; 1394.11.15. „unum bardonem" Zs.1.3310; 1394.V.1. „ad numerum Bardonum currentium" Zs.1.3401; 1394.VI.30. „promptorum denariorum Bardus dictorum" Zs. 1.3541; 1397.FV.26. „denariorum Bardus dictorum" Zs. 1.4726. 1 0 1391 .VIII. 15. „cum antiqua moneta videlicet bardus" Zs.1.2 182; 1393.11.13. „fiorentini quemlibet per centum denarios antiquos nostre monete vulgo bardus vocate computando" Zs. 1.2827; 1393.VI. 27. „antiquorum denariorum Bardus dictorum" Zs. 1.2990; 1396.III. 26. „antique monete vulgo Bardus vocate" Zs.1.4325; 1396.IX.21. „antiquorum denariorum Bardus dictorum" Zs.1.4521; 1397.11.25. Zs. 1.4649. 1398.III.31.ZsI.5239; 1 1 1995.V.20. „antiquis obardus" Zs.1.3984; 1400.X.9. „ad racionem antique monete obardus" Zs.l 1.541 ; 1404. „uno antiquo obardus" Károlyi okit. [Archiv] 1.526; 1404.VII. 27. „antique monete Obardus diete" Zs.II.3318; 1406.VI.20. „uno antiquo obardus dicto" Zs.II.4828; 1409.IX.27. „antique monete obardus diete" Zichy okmt. [Archiv] V.613.

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