Folia archeologica 49-50.

Patay Pál - B. Kiss Zsuzsa: Az Alsótelekes-dolinkai szkítakori temető közöletlen sírjai. (Az 1962. és 1964. évi feltárás eredményei)

140 PATAY PÁI.-B. Kiss ZSUZSA Armbändern mit konischem Ende verstärkt, die auf eine enge Beziehung von Alsótelekes und der Waldsteppenzone, auf eine nahe Verwandtschaft mit deren frühskythischem Material hinweisen. 12 6 Auf diesem Grund datieren wir den An­fang des Gräberfeldes, und zugleich die Zeit des Anlegens der westlichen Gruppe auf das dritte Viertel/letztes Drittel des 7. Jhs. v. Chr. Den Beginn der in der zweiten Phase des Gräberfelds angelegten östlichen Gruppe charakterisiert das gemeinsame Vorkommen der auf östliche Vorbilder zurückzuführenden Gegenstände frühskythischen Typs, der Äxte und der Lan­zenspitzen mit der auf Drehscheibe hergestellten Keramik, in erster Linie mit den Bechern mit hohem Henkel, die ausschliesslich im östlichen Gräberfeldteil zu finden waren. Solange die frühere Forschung die Herkunft der Drehscheiben­technik in den griechischen Städten des nördlichen Schwarzmeergebietes suchte und ihre Zeit auf die zweite Hälfte des 6. Jhs. legte, 12 7 weist die entlang dei Flüsse Prut und Dnestr bekannt wordene, sich mit frühskythischem Material verge­sellschaftete Drehscheibenkeramik auf eine vermittlende Rolle dieses Gebiets von der zweiten Hälfte des 7. Jhs. v. Chr. hin. Anhand von Smirnova hält T. Kemenczei die obere Theissgegend, bzw. Nordungarn für jene Gebiete, die diese Technik weitergegeben haben. 128-13 1 Das gemeinsame Vorkommen der Eisenäxte, Lanzen­spitzen und sonstiger östlichen Gegenstände mit den scheibengedrehten Gelassen in Betracht ziehend, und uns auf den Fundkomplex von Kruglik unterstützend, bestimmen wir das Erscheinen der neuen Töpfertechnik als keine selbständige chronologische Schicht, sondern wir setzen den Beginn der östlichen Gruppe ­auch aufgrund ihrer stratigraphischer Lage - auf das Wende des 7./6. Jhs., oder auf den Anfang des 6. Jhs. v. Chr. Soweit diese Gegenstände eher im mittleren Teil der Ostgruppe dominieren, tauchen auf dem Rand der Gräbergruppe solche Funde - Armbänder mit Schlangenkopf, dreikantige Pfeilspitzen - auf, die eher auf die erste Hälfte, auf die Mitte des 6. Jhs. hindeuten, obzwar sowohl der Ritus als auch die Lage der Bestattungen auf die Ununterbrochenheit der Benutzung hinweisen, und es auch im komplexen Charakter des Fundgutes keine Veränderungen gibt. Anhand der kleinen Anzahl dieses am östlichsten liegenden Gräberfeldteils können wir mit Recht annehmen, dass das Volk von Alsótelekes während des 6. Jhs. das Gräberfeld aufgelassen hat. Der Mangel an keltischen Gegenständen beweist eindeutig, dass das Gräberfeld angelegene Volk die keltische Ansiedlung nicht mehr erlebte. Alsótelekes kann als eine der frühesten Fundstellen unserer Skythenzeit inter­pretiert werden: 13 2 diese Feststellung ist durch die überwiegende Zahl der Brand­gräber, die hohe Anzahl der Steinpackungen, die ungewöhnlich vielen Nadeln, die zahlreichen frühskythischen Gegenstände, das Übergewicht der handgeform­ten Keramik sowie ihre Gefässform und Verzierugsart bedingt. Nach der Meinung von T. Kemenczei stammt das Volk von Alsótekes aus dem Waldsteppengebiet. 133 Anhand der Analyse des Gräberfeldes können wir seiner Meinung zwar zustimmen, jedoch bleiben einige Fragen offen: wer die Einsiedler waren, und ob sie hier eine lokale Bevölkerung getroffen haben. Für die Beziehung mit der Kustanovice-Kultur spricht die Dominanz der Einäscherung, die Typen und die eingeritzte Verzierungsart der handgeformten Keramik, die Tassen mit hahnen­kammförmigen Henkeln. Auf eine enge Verbindung mögen die vermutlich Hügel ersetzenden Steinpackungen hindeuten, darunter fallweise mit aus mehreren Bestattungen bestehenden, vermutlich zu den gleichen Familien gehörenden Gräber. 13 4 Doch herrschen innerhalb der Kustanovice-Kultur Urnenbestattungen statt der Brandschüttungsgräber, für die Kultur ist keine Anwesenheit oder nur in geringer Anzahl der scheibengedrehten Keramik kennzeichnend, weder die Na-

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