Folia archeologica 49-50.
Patay Pál - B. Kiss Zsuzsa: Az Alsótelekes-dolinkai szkítakori temető közöletlen sírjai. (Az 1962. és 1964. évi feltárás eredményei)
136 PATAY PÁI.-B. Kiss ZSUZSA Im mit Steinsetzling bedeckten Grab Nr. 109wurde eine der schönsten Waffen des Gräberfeldes gefunden: es ist eine eiserne Hammeraxt, am Schaftloch deutlich verdickt, mit leicht abgerundetem, rechteckigem Nacken (Abb. 7, 1, Abb. 15, 1). Die gravierten Dreiecks- und Strichgruppenmuster auf dem verdickten Teil am Schaftloch erinnern an die eingeritzten Keilmuster der handgeformten, mit hochgezogenem Henkel versehenen Tassen des Gräberfeldes. Ein Exemplar vom selben Typ kam aus dem Grab Nr. S7vor, 1 4 das sowohl im Bestattungsritus (Brandschüttungsgrab mit Steinpackung), als auch in den Beigaben (Kombination von Eisenaxt, Eisennadel und Eisenmesser) dem Grab Nr. 109 sehr ähnlich war. 01> wohl dieser Typ im Karpatenbecken bekannt ist, 1 5 macht ihn seine Verzierung doch alleinstehend: ein ähnliches Exemplar kennen wir nur aus Eger-Nagyeged. 16-17 Axte von solcher Form sind im mittleren Kaukasusgebiet aus dem ausgehenden 7., beginnenden 6. Jh. v. Chr. bekannt, 18-2 1 sie waren auch in der Waldsteppenzone in Gebrauch (die Hügel von Lenkovci, Perebykovcí, Kruglik). 2 2 Die Axt aus dem Hügel Nr. 2 von Perebykovcí wird auf die Mitte des 7. jhs. v. Chr., der aus dem Hügel Nr. 1 von Kruglik anhand der dort vorgekommenen frühen scheibengedrehten Keramik auf den letzten Drittel, eventuell auf den letzten Viertel des 7. Jhs. v. Chr. datiert. Der letztere Grabbefund ist sehr wichtig vom Gesichtspunkt der Datierung von Alsótelekes aus, hier kamen nämlich solche, überzeugend ins 7. Jh. v. Chr. datierte typische Gegenstände in einem Grabkomplex vor, die auch in unserem Gräberfeld charakteristisch sind: Eisenaxt, Lanzenspitze, handgeformte Tasse mit hochgezogenem Henkel und scheibengedrehte Keramik. 2 3 Auf eine ähnliche Datierung kam A. Vulpe in Bezug auf die siebenbürgischen Exemplare, unsere Axt kann also aus der zweiten Hälfte, spätestens vom Ende des 7. Jhs. stammen. 3 0 Weitere Typen der Bewaffnung stellen die eisernen Äxte und Lanzenspitze der Grabgruppe 136 (Abb. 6) dar. Die hammerartigen Äxte mit gekrümmten Rücken, deutlich abgesetztem, knollenartigen Nackenknauf, am Schaftloch leicht verdickt (Abb. 9, 2, Abb. 15, 2) sind im skythenzeitlichen Material von NO-Ungarn gut bekannt (Meszes, Artánd), 31-3 2 obwohl sie nach der Meinung von M. Párducz in kleiner Zahl im Karpatenbecken vertreten ist. Das dritte, asymmetrische Exemplar von der Stelle q der Grabgruppe 136 vertritt einen Typ mit kurzem Oberteil, mit asymmetrischer Gestalt und querartigem Nacken. Es lag in der Mitte der Grabgruppe, auf der gleichen Stelle mit einer Lanzenspitze (Abb. 9, 1, Abb. 15, 4) und mit einem langen Eisenmesser (Abb. 10, 5, Abb. 16, 9), ähnlich wie das Stück selben Typs aus dem Grab 4/cP Die Form ist im Karpatenbecken gut bekannt 35-3 6, wir kennen sie auch aus dem Depotfund von Niznia Misl'a (Slowakien). 3 4 Anhand der in der Waldsteppenzone gefundenen Exemplare lässt sich so viel feststellen, dass dort Axte solchen Typs schon seit der zweiten Hälfte des 7. Jhs. v. Chr. bekannt waren, 3 8 während sie im Kaukasusgebiet erst später, am Ende des 7. Jhs. auftauchten, und bis zum Anfang des 5. Jhs. anwesend waren. 3 9 Wir halten es für wahrscheinlich, dass die Herkunft dieses Typs eher in der Walsteppenzone zu suchen ist, 4 0 was auch ihre Datierung auf die zweite Hälfte/das letzte Drittel des 7. Jhs. für vorstellbar macht. Die eiserne Lanzenspitze der Grabgruppe 136 ist ein charakteristischer Gegenstand des Gräberfeldes (Grab Nr. 1, 136/q, 180). Ihre Merkmale sind das schmale, weidenblattartige Spitze und die kurze Tülle, die unten mit einem Ring verstärkt ist, sogar die Tülle einer der Lanzenspitzen ist verziert (Abb. 9, 1, Abb. 15, 4). 42-4 4 Im Falle von drei Exemplaren wurde auch eine Axt ins Grab gelegt, in zwei Fällen waren sie mit Eisenmessern vergesellschaftet. Solche Lanzenspitzen sind auch im skythischen Milieu bekannt, 464 7 sie kommen auch im mittleren