Folia archeologica 42.
Mesterházy Károly: Bizánci és balkáni eredetű tárgyak a 10-11. századi magyar sírleletekben II.
176 MF.STERHÁZY KAROLY Werkstätten aus der Unteren Donaugegend. Am meisten sind ihre gemischten Typen bekannt, wie auch das Ohrgehänge von Szőreg (Abb. 3. 1). Ihre Vorbilder aus Edelmetall konnten bislang noch nicht vorgefunden werden. Ohrgehänge mit drei Beeren an den Anhängern (Umgebung von Orsova, Abb. 3. 8). Ihre Parallelen sind uns nur aus der Unteren Donaugegend bekannt. ' 7" 7'' Auch diese werden falsch zu den Ohrgehängen mit Traubenanhängern gereiht. Drahtarmringe mit ab gehämmertem, eingebogenem Ende (Halimba Grab 886, Abb. 1. 7). Ihre Parallelen führen uns nach dem Balkan (Maticane). Über den Armring von Bäks (Abb. 6) berichteten wir wegen seiner Verzierung bereits im ersten Teil. Kopfringe mit Filigran und Granulation. Solche sind im 9. Jh. in Mähren und im 10. Jh. in Ungarn häufig anzutreffen, im 11. Jh. auch in den balkanischen Gräberfeldern (Cecan, Maticane). 9 1 Unter den aus Ungarn zum Vorschein gekommenen Ringen waren verhältnismäßig viele aus Gold. Das schönste Exemplar ist abhanden gekommen 9 5 und auch der Goldring aus dem landnahmezeitlichen Gräberfeld von Bodrogvécs befindet sich an einer unbekannten Stelle. 9 6 Ein mit diesem fast übereinstimmender, jedoch schönerer Goldring des Ungarischen Nationalmuseums (Abb. 7) stammt aus dem Komitat Szabolcs, von einem unbekannten Fundort. 9 7 Der vierte Goldring ist aus der Gemarkung von Gátér zum Vorschein gekommen, seine gute Parallele kennen wir aus dem Schatz von Garvan und seine bronzene Nachahmung aus Deszk, aus einem mit der Münze des Königs István I. datierten Grab (Abb. 8. 1-4, Abb. 8. 5-6). Auch die Zahl der silbernen Ringe ist bedeutend. Wir können demnach die Sammlung von Giesler verdoppeln. 10 0" Der Goldring von Szakony ging noch vor seiner Publikation verloren. Bronzene Nachahmungen kommen vom 11. Jh. vor (Majs, Győr, Junuzovci). 1"" 11 1' Diese Ringe blicken auf eine antike Vergagenheit zurück, ihre Vorläufer sind uns aus dem Schatz von Ratiaria und Mersin bekannt. 1' 6" 11 7 Von den späteren balkanischen Parallelen tritt der Goldring von Cipuljic-Bugojno hervor. Der Großteil der Ringe aus Ungarn kann auf die erste Hälfte des 10. Jh., der Ring von Gátér auf den Beginn des 11. Jh. datiert werden. Mit gewickeltem Draht verzierte Ohrgehänge. Ihr Hauptfundort ist NyitraLupka, jedoch kommen sie auch in der frühesten Phase der Gräberfelder des 10. Jh. in der Umgebung von Nyitra (Tornóc) vor. Vielleicht gehört in diesen Kreis auch der Ring des Grabes 821 von Halimba (Abb. 1. 9) und als ungewickeltes Stück dieser charakteristischen Gruppe, ein Ohrgehänge aus Tápé-Lebő (Abb. 3. 2), dessen genaue Parallele uns aus Gradesnica bekannt ist. Die siebenbürgischen Verbindungen (Csombord) des Schmuckes von Nyitra-Lupka führte Chropovsky, die von der Gegend der Unteren Donau M. Ljubinkovic und T. Stefanovica vor. 13 1 Aber auch in Bulgarien befindet sich eine beträchtliche Anzahl der ähnlichen Stücke (Gradesnica usw.). Das eine Ohrgehänge des Gräberfeldes von Csombord steht in enger Verwandtschaft mit dem in Grab 21 des Gräberfeldes Tápé-Malajdok В gefundenen Ohrgehänge, für beide ist der aus Filigran- oder Perlendraht erzeugte Anhänger charakteristisch. 13 0" 13 2 Die Gruppe in der Umgebung von Nyitra ist der von Csombord ähnlich eine isolierte Erscheinung und kann mit einer in der ersten Hälfte des 9. Jh. vom Süden hierher geflüchteten ethnischen Gruppe in Verbindung sein, die erst nach der ungarischen Landnahme ihre kulturelle Sonderstellung verloren hat. Körbchenohrgehänge. Ein goldenes Ohrgehänge mit drei Körbchen teilte I. Bona aus Dunapenteie mit, ähnliche, jedoch einfachere Stücke stammen aus Ellend und aus der Burg von Eger, ein schöneres Stück vielleicht von balkanischem