Folia archeologica 42.

Mesterházy Károly: Bizánci és balkáni eredetű tárgyak a 10-11. századi magyar sírleletekben II.

GEGENSTÄNDE BYZANTINISCHEN UND BALKANISCHEN URSPRUNGES IN DEN UNGARISCHEN GRÄBERFELDERN DES 10— 11. JH. II Vorliegende Mitteilung ist die Fortsetzung der im vorangehenden Band der Fol­Arch erschienenen Bearbeitung. Hier befassen wir uns mit weiteren 11 Gegen­standstypen. Die erste Gruppe von diesen bilden die aus der Frühphase des Gräber­feldes von Halimba-Cseres stammenden Schmuckgegenstände. Halbmondförmiges Ohrgehänge mit gewelltem innerem Bogen und vierästigem Säulenanhänger (Halimba Grab 859, Abb. 1.3—4). Schon Giesler konnte seinebal­kanischen Parallelen aufreihen und fand keine solchen in Mähren vor. Auch von den neuerdings gefundenen Parallelen fehlen die Edelmetallstücke, jedoch zeugen auch diese von einer südlichen Herkunft. Halbmondförmiges Ohrgehänge mit in Spitze zusammenlaufendem innerem Bogen und durchbrochenem Körper. In Halimba kam dieser Typ nicht vor, jedoch pflegte man ihn mit dem vorherigen Typ zu verwechseln. Seine Verbreitung kann im Süden bis Korinth, im Norden bis Mäszt bei Bratislava verfolgt werden. Ohrgehänge mit vier Blechkugeln und ihre gegossenen Varianten. In Halimba kommen auch ihre kleineren und größeren Varianten vor (Grab 841, Abb. 1. 8. 10., Grab 506 Abb. 1.1—2.). Weitere Varianten wurden aus Grab 30 aus dem Gräberfeld von Tápé-Malajdok В (Abb. 2. 1—2), Grab 14 des Gräberfeldes von Karos II (Abb. 2. 6) und als das schönste Stück aus Grab 21 des Gräberfeldes von Tápé-Malajdok В (Abb. 3. 4-5, Abb. 4) zutage gefördert. Ihr Charakteristikum ist, daß auf den unteren Bogen des Ringes, der auch ein Draht von viereckigem oder rundem Querschnitt sein kann, vier glatte oder Perlen- bzw. Filigrandrähte angelötet worden sind. Die Blechkugeln bestehen aus zwei Halbkugeln. Die gegossenen Vari­anten sind Ohrgehänge mit vier Beeren: von Törökkanizsa (Abb. 2. 9), von Tibold­daröc aus schlechterem Guß (Abb. 2. 7) und die hybride Variante aus Ecséd (Abb. 2. 8). Ihre Parallelen kommen an der Unteren Donau häufig vor. Zu diesen gehört auch das Ohrgehänge im Ungarischen Nationalmuseum aus der Umgebung von Orsova (Abb. 3. 9—10). Die Ohrgehänge von Halimba können im dalmatinischen und kro­atischen Küstengebiet häufig angetroffen werden (Nin, Visici, Biograd, Biskupija usw.). 4 8" 5 2 Gegossene Varianten von Ohrgehängen mit Traubenanhänger. Sie kommen vielerorts vor (Halimba Grab 841, Abb. 1. 5—6). Irrtümlicherweise werden in die­sen Typ auch anderartige Ohrgehänge gereiht. Auf den ursprünglichen Edelmetall­stücken zeigt die Weintraube von der mittleren Linie nach oben und unten Kränz­chen, die aus Kugelchen von abnehmender Zahl bestehen. Diese kommen in dem vor allem balkanischen Material des 9. Jh. z.B. in Prestovác, aber befinden sich die Kränzchen aus Kugelchen von gleicher Zahl auf dem Ohrgehänge des Schatzes von Raducaneni. In den ungarischen Gräberfeldern wurden ausschließlich Bronzegüsse angetroffen, am häufigsten kamen sie in Südungarn ans Tageslicht und stammten aus

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