Folia archeologica 37.
Sándor Soproni: Marinianus Ursicinus magister
218 ANDREA H. VA DAY der Bosporusgegend kommen am oberen Teil des Schaftdornes Knauf knöpfe von verschiedener Form und verschiedenem Material vor. Knaufknöpfe aus Chalzedon, Bernstein, Onyx, Topas, Alabaster, Glas, Pasta, Knochen, Holz und Ton sind gleichfalls anzutreffen. 7 8 Bei den sarmatischen Schwertern sind solche Knaufknöpfe seltener. 7 9 Diese letzteren sind im Material auch billiger, in der Ausführung einfacher als bei den Schwertern der Bosporusgegend. Aus Grab 25 der Kurgangruppe II von Tri Brata kam eine mit Bronzestift befestigte Chalzedonscheibe hervor. Ähnlich ist die Befestigungsweise bei den Knaufknopf eines als Streufund ans Tageslicht gekommenen Schwertes aus Kuban. 8 0 Der mehr verzierte Knaufknopfaus demKurganD. 16. von Alt-Weimar und das Stückaus demKurganll von Tiffliskaja können gleichfalls an diesen Kreis gebunden werden. 8 1 Bei uns sind aus dem Hügelgrab 2 der Hügelgruppe XI von Hortobágy-Poroshát, aus dem Fund von Szada und aus Grab 50 von Törökszentmiklós-Surján Újtelep 8 2 solche Schwerter mit metallenem Knauf knopf zum Vorschein gekommen. Mit den zwei, aus Chalzedon gefertigten und mit einer geschliffenen Verzierung versehenen Knaufknöpfen von Vizesd puszta können wir diese Reihe ergänzen. Aus dem ausgeraubten Grab ist kein Schwert mehr zum Vorschein gekommen. Die Zahl der Scheiben weist darauf hin, daß zu diesem Grab zwei Schwerter oder ein Schwert und ein Dolch gehört haben dürften. Diese Beigabensitte ist bei den sarmatischen Gräbern Südrußlands eine häufige Erscheinung. Unter den vermischten Funden der ersten zwei Gügel von Vizesd-puszta kam auch eine durchbohrte Tonscheibe hervor und da die Beigaben eindeutig auf ein Männergrab hinweisen sowie auch das Fragment eines Schwertes zum Fund gehört hat, kann angenommen werden, daß auch dieser Knaufknopf aus Ton war. Im Material des UngNatMus liegt auch ein anderer Chalzedonknopf vor, der eine ähnliche Größe und Verzierung hat wie das Stück unter Abb. 3.3.Er gehört ebenso zu dem neuinventarisierten Material wie die Funde von Vizesd puszta. Von den drei neuinventarisierten Chalzedonknöpfen unbekannten Fundortes war die Identifizierung des Chalzedonknopfes mit Bronzestift (Abb. 3.3.) auf Grund der Beschreibung des Inventarbuches einfach. Problematisch war aber die Fundorte der übrigen zwei Chalzedonknöpfe festzustellen. Es wäre evident gewesen, daß wir den dem vorangehenden in Größe und Form ähnlichen Knopf für das andere Exemplar von Vizesd-puszta halten und nicht die größere, gedrücktere Form (Abb.3.2.). Bei der weiteren Identifizierung bedeutete eine Hilfe die Eintragung in das Inventarbuch des UngNatMus, betreffs der schon früher publizierten 83 Funde von Jászberény—Csegelapos. Schon zur Zeit der Publikation war der Fundkomplex — den Funden von Vizesd-puszta, Borsahalom und Geszteréd ähnlich — unvollständig und von einem Teil der verschollenen Gegenstände wurde in den Publikationen nicht einmal eine Erwähnung gemacht. Aus dem Inventar von Jászberény—Csegelapos müssen wir eine Beschreibung über eine 7 8 SokoVkijj 1954, 154; 7 0 Khazanov 197l'. Beigabc 4, Taf. XIV 4-5, 7. 8 0 Kbazanov 1971, 16, Anm. 5, Taf. XIV 4. 8 1 Khazanov, а. а. O. mit weiterer Literatur. 8 2 Vaday 1985, mit kurzer Zusammenfassung der Schwerter. 8 3 Párducz 1938 - 1943, 58-63.