Folia archeologica 37.

Károly Mesterházy: Kora szarmata kori sírlelet Veresegyházról

FOLIA ARC HAEOLOGICA XXXVII. 1986. BUDAPEST 165 ZUR URBANISIERUNG PANNONIENS M U N I С I РI U M V О L G U M Endre TÓTH Bis zum ersten Drittel des 2. Jhs u. Z. war der größte Teil Pannoniens von einem regelmäßig aufgelegten Stadtnetz bedeckt (Abb. 1). Seine Entstehung war von den Geländeverhältnissen ungehindert: der Zug des Transdanubischen Mittelgebirges ist das einzige Gebiet, wo zum Anbau geeignete, größere Flächen fehlen. Das Mecsekgebirge und das Bergland zwischen der Drau und der Save, die Berge Fruska Gora, Papuk, Bilo und Kalnik bildeten bei der Ausgestaltung eines zusammenhängenden Stadtnetzes kein Hindernis. Deshalb ist es auffallend, daß wir in der Mitte der Provinz, zwischen dem Balaton und der Drau, trotz des zum Anbau geeigneten Bodens keine Stadt kennen. Südlich vom Mecsekgebir­ge liegt zwar Sopianae, wo sich im 4. Jh. das Zentrum der Zivilverwaltung der Provinz Valeria befunden hat, 1 jedoch kann sein Stadtrecht in der früheren Kaiserzeit noch nicht bewiesen werden. Der größte Teil der reichen Funde dieser Stadt stammt aus dem 4. Jh. 2 Natürlich kann daran gedacht werden, daß sich die städtischen Territorien zwischen der Drau und der Save, am nördlichen Ufer der Drau nach Norden erstreckt haben. Dies läßt sich besonders im Falle von Mursa annehmen, da die Stadt unmittelbar am südlichen Ufer des Flusses gelegen ist und es hat auch über die Draubrücke eine Straße geführt 3; hiedurchwar die Ver­bindung gesichert. Wurde auch das Bereich des nördlichen Ufers der Drau auf diese Weise für die Territorien der südlich vom Fluß gelegenen Städte in An­spruch genommen, dürfte dennoch der größte Teil der bis zum Balaton reichen­den Landschaft keinesfalls zu diesen Städten gehört haben. Für das Fehlen der Städte müssen wir also eine Erklärung finden. Da in diesem Bereich wenige In­schriften zum Vorschein kamen, 4 dachte A. Mócsy daran, daß die Entstehung 1 Mócsy 1962, 611.; Fülep 1984. Laut J. Fitz hatte der Praeses in Gorsium, genauer in Herculia seinen Sitz, da der Name Gorsium zur Tetrarchiezeit — gerade infolge der Ranger­höhung — in Herculia umgeändert wurde. (Fitz 1983, 16—17)., Die Namenänderung zu Herculia kann aber nicht bewiesen werden (Tóth 1982, 55 — 72) und auch keine solchen Funde sind uns aus Gorsium bekannt, aus welchen wir aus zwingendem Grund auf den Sitz eines Praeses schließen müßten. 2 Vgl. Fülep 1984. 3 Mócsy 1962 659. 4 Laut dem 4. Band der RIU (Budapest 1984) kamen bisher im Gebiet der drei Komitate insgesamt nur 101 Inschriften zum Vorschein.

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