Folia archeologica 35.

Garam Éva : Későavar kori aranytárgyak a Magyar Nemzeti Múzeum Népvándorláskori Gyűjteményében

VLERAPSIDALER KLRClIENTYP 125 PARALLELEN DES GEBÄUDETYPS IN UNGARN Bis 1971, als unsere untersuchte Kirche zum Vorschein kam, war eine einzige vierapsidale Kirche in Ungarn bekannt, die Kirche von Feldebrő im Komitat Heves. Die kunsthistorische Forschung datierte ihren Bau auf das 9. bzw. 10. Jh. (T. Gerevich), 2 5 zwischen 1050 und 1080 (A. Kampis) 2 6 bzw. qualifizierte ihren Stil als „der offiziellen königlichen Hofkunst fremd" (Menczl) 2 7 sowie „spora­disch" (D. Dercsényi). 2 8 Wir halten es für unbefugt, vor der Publikation der Ergebnisse der Ausgra­bung und Mauererforschung von Feldebrő das Problem Feldebrős zu analysieren, doch wir halten es für unsere Pflicht, den bisher erschienen Publikationen soviel hinzuzufügen, daß Feldebrő ohne Fehérvár heute nicht mehr richtig zu werten ist, umso mehr, da wir ähnlich dem „Feldebrőer Kirchentyp" bis 1970 ein iden­tisches Pendant des gleichfalls parallellosen „Kirchentyps von Tarnaszentmária" in Székesfehérvár erschlossen haben. Das bedeutet aber daß das Vorhandensein der von zwei verschiedenen Orten her bekannten Kirchentypen des Komitats Heves (Tarnaszentmária liegt 10 km von Feldebrő) an einem Ort — in Székes­fehérvár — heute bereits realere Möglichkeiten zur Datierung und Bewertung liefert. Unserer Meinung nach mußte das vom Zentrum entferntere Gebäude unbedingt nach dem Bau des im Herrscherzentrum vorhandenen Gebäudes gebaut worden sein, die Kirchen von Feldebrő und Tarnaszentmária wurden also nach Fehérvár gebaut, mit dem Unterschied, daß die beiden letzteren bereits kompliziertere, entwickeltere architektonische Schöpfungen sind: beide verfügen über eine Unterkirche, und die von Feldebrő ist auch von größerem Ausmaß. 2" Die Beziehung zwischen Fehérvár und Feldebrő wird durch die Ähnlichkeit des in der Unterkirche von Feldebrő in situ stehenden und im Lapidarium der Basilika in Fehérvár ausgestellten Kapitells unterzogen. (Abb. 8—9). Bei der Untersuchung unserer Frage müssen wir ausführlicher über die auf dem Hügel von Kézdiszentlélek — Perkő (Sinzieni) in Siebenbürgen stehende Kirche sprechen. Sie wurde durch unsere kunsthistoriche Forschung auf das 17. bzw. 13. Jh. datiert. Über die Kirche berichtete Balázs Orbán im vorigen Jahrhundert als von einer Kirche, die über ihrem westlichen Tor eine Aufschrift aus dem 17. Jh. hat. Orbán erwähnt, daß die auf der westlichen Seite des Ojtoz-Passes gelegene Siedlung bzw. Festung bereits vor dem Mongolensturm von 1241 existierte, die gleichaltrige Beschreibung von Rogerius spricht nämlich über ihre Vernichtung durch die Mongolen. Auf dem Gipfel von Perkő fand er keine Spuren dieser Kirche, doch er beschreibt und veröffentlicht in einer Zeichnung eine sich an ein Viereck anschliessende vierapsidale Kapelle, die dem hl. Stephan zu Ehren geweiht ist.­1 0 G. Fntz datiert die Kirche nach hundert Jahren gleichfalls auf das 2 5 Gerevich, T., Magyarország románkori emlckei. (Budapest 1938) 11. 2 8 Kampis, A., Feldebrő. (Budapest 1955) 30. 2 7 Menc Zl,./., Művtört. Ért. 8(1959) 217- 220. 2 8 Dercse'nyi, D., Románkori építészet Magyarországon. (Budapest 1972) 8. 2 9 Kralovánszky, A., Alba Regia 12(1972) 276—278. :i l> Orbán, В., A Székelyföld leírása. III. (Pest 1869) 108—111.

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