Folia archeologica 35.
Garam Éva : Későavar kori aranytárgyak a Magyar Nemzeti Múzeum Népvándorláskori Gyűjteményében
126 ALÁN KRALOVÁNSZKY 17. Jh., 3 1 während V. Gervers-Molnár und I. Babós ihr Entstehen im das 13. Jh. versetzte. 3 2 Aufgrund unserer Untersuchungen an Ort und Stelle war folgendes feststellbar: 1 ) Das steingerahmte Westtor mit der Aufschrift 1686 wurde mit Sicherheit nachträglich eingebaut. 2) Charakter, Proportion und Bindematerial der Kirche sind romanisch. 3 3 3) Ihre topographische Gegebenheit ist ideal. 4) Der OjtozPaß hatte zu jeder Zeit eine außerordentliche strategische Bedeutung. 5) Unterhalb von Perkő liegt das mittelalterliche Szentbereckfalva. 6) Diese Siedlung erhielt ihren Namen nach Sankt Brictius (— ungarisch: Bereck). 7) Die Ehrung von Bereck begann durch den 973 sich in Ungarn niederlassenden Brunus aus Sankt Gallen, der in der Mainzer, dem Hl. Martin von Tours gewidmeten Hauptkathedrale zum Bischof von Ungarn geweiht wurde, und der die Reliquien des Hl. Martin und seines Nachfolgers, des Bischofs Brictius mit sich brachte. 8) In Ungarn waren drei Kirchen zu Ehren Bereck geweiht, zwei davon sind in Transdanubien. Die eine stand in Alap (Komitat Győr), im Stammsitz des AlapGeschlechts, das von den Petschenegen stammt und des 10. Jhs nach Ungarn gekommen war, die andere im Zentrum des Vérbulcsú-Geschlechts in Kál (Komitat Zala). (Kál war der Vater von Bulcsú, der Mitte des 10. Jh. lebte). Die dritte ist das beim Ojtoz-Paß gelegene Szentbereck. Ihre frühe Existenz ist eine berechtigte Hypothese. 3 4 9) Aufgrund der Überlieferungen unserer Chroniken ist bekannt, daß König Stephan 1. nach der Eroberung von Siebenbürgen im Jahre 1003 seinen Verwandten namens Zoltán dorthin versetzte. Zoltáns Hauptaufgabe war das Christentum zu verbreiten. So scheint die Überlieferung der Bereck-Reliquie und des Kirchentyps aus Transdanubien möglich zu sein. 10) Das von uns rekonstruierte Bauprinzip und der Modul der Kirche von Perkő - 10 Fuß — stimmt mit dem von Fehérvár überein, mit dem Unterschied, daß jene von Perkő um einen Maßstab kleiner ist. 11) Der Schutz der strategisch wichtiger Stellen wurde im allgemeinen auf herausragenden Punkten gesichert. Neben der hier zur gleicher Zeit aufgebauten Festung sichert die Kirche der kultischen Schutz und hat zugleich auch eine propagative Wirkung ( Abb. 10—11 ). Aufgrund des Vorangehenden nehmen wir die Kirche von Perkő als eine aus dem 11. Jh (?!) stammende an, umso mehr, da sich die Apsiden der in Siebenbürgen befindlichen und auf das 13. Jh. datierten vierapsidalen Kirchen (Bercse, Gyárosfalva, Gyergyószentmiklós) nicht an die vier Seiten eines Vierecks anschließen, sondern unmittelbar die Linie der anderen folgen. Demgegenüber gehen die Apsiden in Fehérvár, Feldebrő und Kézdiszentlélek—Perkő von einem regelrechten Viereck aus. Ähnlich den Kirchen in Siebenbürgen sind auch die 3 1 En/z, G., ActaHA 14(1968) 3—48. 3 2 Gervers-Molnár, К., Romanesque round churches of medieval Hungary. Cah. d'hist. de l'art 4(1972) 59.; Babós, /., Művéd. 27(1983) 18—21. 3 3 Prof. M. Zádor gab auf Grund seines lokales Gutachtens seiner ähnlichen Meinung. Ausdruck. - Die Vermessung wurde von Architekt I. Schulz durchgeführt. 3 4 Györffy, Gy., István király ... 74.