Folia archeologica 35.

Mesterházy Károly: Adatok az V-VI. századi gepida-thüring kapcsolatokhoz

106 ÉVA GARAM den Anspruch der kompletten Datenmitteilung aufgenommen und die sich damit im Zusammenhang stehenden Gedanken ergeben sich aus der engen Verbindung der Riemenzunge mit den spätawarischen Funden. Die Eigenartigkeit und Wichtigkeit der kleinen Riemenzunge von Máté­szalka ergibt sich aus ihrer Form, ihrem Material und ihrer Verzierung. Die Form, die aus zwei Platten bestehende oder aus einem Stück gegossene, kleine Riemen­zunge mit Tülle, bei der zur Einklemmung des Riemens die zwei Paar sich er­höhenden Ösen gedient haben, ist nicht unbekannt, sondern allgemein in der Spätawarenzeit. Wir können zwei Hauptvarianten unterscheiden, bei der einen ist die Oberfläche glatt, bei der anderen durchbrochen. Von glatter Oberfläche ist z. B. die kleine Riemenzunge in Grab 275 von Szebény 2 8 oder in Grab 44 von Dunaszekcső. 2 9 Durchbrochene Rankenverzierungen zeigen unter anderen die kleinen Riemenzungen des Grabes 31 von Dunaszekcső, 3 0 die Riemenzunge von Záhony'' 1 die Riemenzungen aus der Gegend von Szeged :! 2 und die Riemenzungen des Grabes von Hohenberg. 3 3 Die ähnlich ausgeführten kleinen Riemenzungen der mit dem Grab von Hohenberg eine enge Verbindung zeigenden Gürtelgar­nitur des Gräberfeldes von Hódmezővásárhely—Székkutas 3 4 werden aber von Löwen mit hochgerichtetem Schwanz verziert. Diese Riemenzungenform kann auch mit solchen Beschlägen zusammen angetroffen werden, die mit dreigeteilten Ranken oder mit wappenförmigen, zum späten Typ gehörenden Ranken verziert sind. Die kleine Riemenzunge von Mátészalka wurde aus Gold gegossen. Aus Gold wurde auch die Riemenzunge des Fundes von Prestovac hergestellt, deren starke Ähnlichkeit mit der von Mátészalka nur dann in die Augen fällt, falls wir die fragmentarischen Stücke dem Körper der Riemenzunge anpassen. (Das Zu­sammengehören der einzelnen Stücke hat schon T. Horváth wahrgenommen.) 35 Den Fund von Prestovac, in dem sich auch ein perlen- und granulationsver­ziertes, spätawarenzeitliches Goldohrgehänge von Mártély—Typ findet, datiert die glatte, Knopfriemenzunge von karolingischer Montierung mit aller Sicherheit auf das 9. Jh. Der Musterschatz der kleinen Riemenzunge von Mátészalka, das sich zum Stäbchen vereinfachte Rankendekor, das infolge der erwähnten Funde von Presto­vac, Záhony und des karolingischen Schwertes und Spornes ebenfalls ein Charak­teristikum der auf das 9. Jh. datierbaren Riemenzungen von Hohenberg dar­stellt, ist auch zwischen den Mustern der aus gegossener Bronze gefertigten spätawarenzeitlichen Riemenzungen, Gürtelbeschläge nicht fremd. In den Grä­bern 54,72 und 73/a von Kisköre sind an der großen und kleinen Riemenzunge 2 8 Garam , É., The Szebény cemetery. In: Avar finds in the Hungarian National Museum. Cemeteries of the Avar period (567—829) in Hungary. 1. (Budapest 1975) Fig. 19,3. 2 9 Sós, A., FA 18(1966—67) Abb. 49,12-13. 3 0 Ebd. Abb. 47,11—15. 3 1 Csalldny, D„ JAMÉ 4(1958) 81., Abb. 9. 3 2 Hampel, /., Alterthümer . . . III. Taf. 93, 12, 16. 3 3 Friesbach, О., Arch.Ért. 15(1895) 250. 3 4 László, Gy., A népvándorláskor művészete. — Die Kunst der Völkerwanderungszeit in Ungarn. (Budapest 1970) Abb. 102. 3 5 Horváth, T., a.a.O. 112. und Anm. 9.

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