Folia archeologica 35.

Mesterházy Károly: Adatok az V-VI. századi gepida-thüring kapcsolatokhoz

SPAT AW A RENZEITLIC HE GOLDGEGENSTÄNDE 107 und dem Gürtelbeschlag, 3 6 an der Schnalle von Sajószentpéter, 3 7 auf den Gürtel­beschlägen des Grabes 140 und 203 von Szebény 3 8 dieselben, in ein Bündel gebundenen Stäbchenranken zu sehen, wie an der kleinen Riemenzunge von Mátészalka und an den bestielten Henkelschüsselchen, mit Stierkopf verzierten Schalen, Bechern des Schatzes von Nagyszentmiklós. Außer der großen Ähnlich­keit des Musters gibt es technische Unterschiede. Die mit Stäbchenranke ver­zierten Bronzeschnallen, Riemenzungen, Gürtelbeschläge sind durchbrochen, während an den ähnlich gemusterten Riemenzungen, Gefäßen das Muster durch die Aushöhlung des Hintergrundes plastisch wird. Auch in der Verzierung der Tragriemenöse zeigt sich ein Unterschied. Das Muster der Riemenzungen von Mátészalka und Prestovac besteht aus Stäbchenranken und Blättchen, das der bronzenen Riemenzungen wurde hingegen aus Kügelchen ausgebildet. Die Seiten der Riemenzungen mit Stäbchenranken verziert ein Ährenmuster (Záhony, Prestovac, Hohenberg). Ein ähnliches, jedoch oberflächlich bearbeitetes Muster sehen wir auch auf den kleinen Riemenzungen von Mátészalka, an der abgeflach­ten, zusammengelöteten Seite. Den obigen Analogien nach gehört die Riemenzunge von Mátészalka auf Grund ihrer Form und Verzierung eindeutig zu den Produkten des spätesten Metallkunstkreises der Awarenzeit. Ihr Material beweist zugleich, daß sie den Gürtel eines Führers oder Fürsten verziert haben dürfte, ihre Äbgenutztheit weist auf einen langen Gebrauch hin. Die Gürtelgarnitur, der die kleine Riemenzunge angehörte, bestand zumindest aus 17—18 Stücken, dem Fund von Hohenberg ähnlich, das Gewicht der Gürtelverzierungen dürfte 12—15 dg gewesen sein. Es fragt sich, wer dürfte diesen schweren Goldgürtel getragen haben? Nach der Annahme von 1. Bóna war die obere Theißgegend das Herrschaftsgebiet des Jugurrus (diesbezüglich schreibt er dem Gräberfeld von Hortobágy—Árkus eine Beweiskraft zu). 3 9 Unserer Meinung nach dürfte der Gürtel von Mátészalka am Ende der politischen Macht der Awaren, einem an der Wende des 8—9. |hs gelebten Jugurrus oder einem seiner obersten Führer gehört haben und wurde mit einigen Gefäßen des Schatzes von Nagyszentmiklós zusammen wahrscheinlich in derselben oder einer verwandten Werkstätte hergestellt. Es würde sich lohnen die mit Stäbchenranken verzierten Gefäße des Schatzes von Nagyszentmiklós und die kleine Riemenzunge von Mátészalka eigenhenden technischen und chemischen Untersuchungen zu unterwerfen. Meiner Annahme nach können sie Produkte ein und derselben Werkstätte sein. Dem Gürtel von Mátészalka ähnlich konnte auch der Gürtel von Tab nicht einem Mann aus dem gemeinen Volk gehört haben. Diesen Gürtel, von dem uns nur die Schleife bekannt ist, dürfte in der Spätawarenzeit ein Mitglied der in Süd-Transdanubien gelebten Aristokratie oder vielleicht der von I. Bóna vor­ausgesetzte dortige Mitregent getragen haben. Die Gebrauchszeit dieses Gürtels kann um eine Generation früher gesetzt werden, als die des Gürtels von Máté­szalka. 3 6 Garam , É., Das awarenzeitliche Gräberfeld von Kisköre. FontesAH (Budapest 1979} Taf. XIII, 21., Taf. XV, 36—37, 43. 3 7 Vég/j, К., A Miskolci Herman Ottó Múzeum Közleményei 6(1964) Taf. III, 9. 3 8 Garam, JE., The Szebény cemetery. Fig. 11,3—8., Fig. 16,3—13. 3 9 Bóna, L, Magyarország a népvándorláskorban. — Ungarn in der Völkerwanderungszeit. In: Magyarország története. I. (Manuskript — im Druck.)

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