Folia archeologica 35.
Mesterházy Károly: Adatok az V-VI. századi gepida-thüring kapcsolatokhoz
SPÄT AW A RENZEITLICI IE GOLDGEGENSTÄNDE 101 mehrgliedrigen, stäbchenförmigen Zwillingsperlen in den auf das 9—10. Jh. datierten Gräbern gemeinsam vor." Die prunkvolleren Varianten der granulationsverzierten Ohrgehänge sind, deren Anhänger aus weintraubenförmig zusammengesetzten Granulationskörnchen bestehen (Abb. 1: 3, 6 — 7). Diese sind im spätawarenzeitlichen archäologischen Material nicht allgemein. Ihre besten Parallelen finden wir in Stare Mesto, im wichtigen Gräberfeld des Großmährischen Reiches, wo sie in großer Zahl und in zahlreichen Varianten vorkommen. Ihre Begleitfunde sind das Messer der Himer, der Nadelhalter und die aus spätawarischen Frauengräbern gut bekannte, mehrgliedrige, stäbchenförmige Zwillingsperle. 1 0 Aus demselben Gräberfeld sind auch Goldohrgehänge mit Perlenanhänger, granulationsverziertem und beerenförmigem Anhänger von Mártély—Typ bekannt. 1 1 Dies beweist, daß die beiden Typen auch gleichzeitig in Gebrauch waren, ferner, daß die nur mit Granulation verzierten Ohrgehänge im awarischen Gebiet nicht zufälligerweise auftauchen und daß Goldgegenstände — in diesem Falle Ohrgehänge — selbst auch noch im awarenzeitlichen Denkmalmaterial am Beginn des 9. Jhs vorkommen. Die andere Gruppe der spätawarenzeitlichen Goldschmucke der Völkerwanderungszeitlichen Sammlung bilden die goldenen Halsringe. Die Parallele der aus tordiertem Golddraht gefertigten Halsringe mit Schleifen ausgehenden Enden ist nur aus dem Fürstenfund von Tótipuszta bekannt. 1 2 Diese Analogie reiht die Halsringe von unbekanntem Fundort in die Mittelawarenzeit. Warum wir sie dennoch in diesem Bericht mitteilen, hat zwei Gründe: 1) da sich in dieser Sammlung außer diesen Stücken kein unveröffentlicher mittelawarischer Goldgegenstand findet, möchten wir auch auf diesem Wege dieses Stück bekannt machen. 2) Im mittelawarenzeitlichen Denkmalmaterial ist der Halsring nicht allgemein. Viel öfters kommt er in spätawarenzeitlichen Gräbern vor. 1: 1 Der tordierte und glatte Halsring ist ein allgemeiner Fund des spätawarenzeitlichen Abschnittes des Gräberfeldes von Tiszafüred mit ovalen Ohrgehängen, Melonenkernperlen, durchbrochenen, gegossenen, bronzenen Taschenscheiben zusammen. 1 4 Die spätawarenzeitlichen Halsringe wurden aus Bronze gefertigt, bisher ist uns kein Examplar aus Gold bekannt. Es kann jedoch die Annahme nicht ausgeschlossen werden, daß zwischen den zahlreichen spätawarenzeitlichen Halsringen auch Exemplare aus Gold vorkommen können. Die drei Gürtelver^ieriwgen von Männern vertreten die folgenden drei verschiedenen Gürteldekortypen: Gürtelbeschlag, Schleife und kleine Riemenzunge. Die drei Gürtelzierden gehören zu drei verschiedenen, mit Goldbeschlägen verzierten Gürteln, die auch chronologisch auseinandergehalten werden 9 Dostdl, В., Slovenská pohrebistë ze stíedni doby hradistni na Moravè. (Praha 1966) Taf. VII, 9. 1 0 Hruby, V., Staré Mesto, velkomoravské pohrebistë „Na Valach". Mon. Arch. 3. (Praha 1955) Taf. 53, 2—3.; Taf. 78, 5 6., Taf. 26, 6. 1 1 Ebd. Taf. 24, 10—11., Taf. 78, 3. 1 2 Hampel, ]., Alterthümer . . . III. Taf. 267, 5. 1 3 Kiss, A., Avar cemeteries in County Baranya. Cemetiers of the Avar period (567- 829) in Hungary. 2. (Budapest 1977) 120—121. 1 4 Tiszafüred-Majoros: die Ausgrabung der Verfasserin, unpubliziert.