Folia archeologica 32.

Michnai Attila: Középkori népi építészetünk régészeti emlékei

240 A. MlCHNAI kann man unter den Häusern mit zwei, bzw. mit mehreren Räumen kaum einen chronologischen Unterschied feststellen, ihre Verbreitung entsprach der finanzi­ellen Lage, der Anzahl der Bewohner und ihren Bedürfnissen. Die Gebäuden sind durchschnittlich 4 bis 6 m breit, ihre Länge ist sehr verschieden (zwischen 9 und 36 m). Ihr Eingang ist selten feststellbar. Der Grundtyp der Häuser auf dem Alföld während des 15. und 16. Jhs. besitzt eine offene Feuerstelle in der Küche (evtl. einen sich an der Rück­wand anschließenden, äußeren Ofen) zum Kochen und Backen, das anschließende Zimmer wird mit dem hier mündenden Ofen geheizt und die Kammer (Kam­mern) befindet (befinden) sich an der dem Zimmer gegenüberliegenden Seite der Küche. Diese Anordnung scheint auf dem Alföld allgemein zu sein, doch kommt sie auch in Transdanubien vor. Als eine transdanubianische Spezialität scheint dagegen der Brauch des mit dem Hause zusammengebauten Kellers zu sein (zu Sarvaly waren von den unter­suchten 17 Häusern 5 ähnliche), während der gesondert stehende Keller auf dem ganzen Landesgebiet vorkommt. Laut den zur Verfügung stehenden Daten gab es in gewissen Dörfern (Túrkeve-Móric, Nyársapát) keine Keller, man hat sich hier wahrscheinlich mit Gruben verschiedener Größen begnügt. Imre Holl stellt bei der Publikation der Häuser von Sümeg-Sarvaly fest, daß ,,zu dieser Zeit im Großteil des Landes der Holzbau allgemein war, mit Ausnahme des mittleren Landteiles, wo hauptsächlich mit Bleichwänden oder mit Erdmauern gebaut wurde." Stein- bzw. Ziegelbauten waren derzeit noch in Minderheit. Der Boden der Häuser war allgemein verlehmt. Die Häuser reihten sich dieserzeit fast immer an die Seiten der Straßen, die Entfernung der Häuser beträgt 50 bis 200 m.

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