Folia archeologica 32.

Tibor Kemenczei: Az alsóberecki későbronzkori urnatemető

WAGENGRAB VON KÁLÓZ 131 in die Wagengräber erörtert ausführlich Radnóti anläßlich der Neubearbeitung der Beigaben des Hügelgrabes von Geinsheim-Böbingen. 12 8 16. Fragmente eines Klappstuhles aus Eisen (Abb. 20). Inv.-Nr.: 25.1902.27, 28, 32. Der Eisenstuhl ist stark durchgebrannt und sehr stark korrodiert. In leicht konischen großen Eisenknöpfen gehen die Tragstäbe des Stuhlteiles aus. Die bogenförmigen Stützen des geöffneten Stabes sind von Rhombus-Querschnitt, die der waagerechten oberen Stäbe von rundem, die senkrechten Füsse und die unteren Querstangen von prismenförmigem Querschnitt. Die Füsse des ver­hältnismäßig kleineren Eisenstuhls stehen hervor, sind nach unten gestellt haken­artig, die Knöpfe zeigen keine Spuren von Bronzeüberzug. Bei dem rotierenden Teil erweitern sich die senkrechten Füsse etwas in Rhombusform, sie sind mit grob geschmiedeten großen Eisennieten mit konischem Kopf zusammengehalten. Auf Grund der Zeichnung des Inventarbuches (Abb. 7,27 und 32) gelang es uns von den Eisenresten des Wagens von Somodor die lange Querstange (Nr. 32) und die bei dem Brand sehr verkrümmten beiden zusammengeschmiedeten Füsse (Nr. 27) auszuwählen. Im Inventarbuch der Funde von Kálóz kommt kein zweites verkrümmtes Fußfragment vor, doch ist es uns gelungen ebenfalls von den Fun­den von Somodor noch so eines auszuwählen. 12 9 Die rekonstruierte Höhe des Eisenstuhles beträgt 62,5 cm, die der oberen Querstange 45,8 cm, die L je eines Teiles der geöffneten Querstange: 19 cm. In den pannonischen Wagenfunden kommt meist je ein Klappstuhl vor. Der Fund von Nagylók ist von einfacher Ausführung, 13 0 ähnelt zu dem von Kálóz, der von Tétény ist mit einer geschmiedeten Eisenspirale verziert, 13 1 auf dem Ende mit einem kleinen Blatt, auf dem Klappstuhl des Wagenfundes aus der Gemarkung von Erd werden die kurzen Querstangen von einer S-Verzierung gestützt. 13 2 Der im Fund von Környe 1 gefundene Stuhl 13 3 ist bekannt, die im Grab von Zsámbék und von Környe 3 zum Vorschein gekommenen Klappstühle sind noch nicht publiziert worden. 13 4 Letzterer kann ebenso vierfältig zusammenge­klappt werden, wie der neben den in der Drasche-Ziegelei (Aquincum) gefundenen Sarkophag beigelegte, mit Bronzeknöpfen verzierte Eisenstuhl. 13 5 Die Klappstühle stammen größtenteils aus Wagengräbern, sie kommen als Beigaben auch schon in den bulgarischen Wagengräbern vor. 13 6 Ihr spätes Vorkommen in den Brandgräbern von Wehringen 13 7 und das Exemplar neben 12 8 Radnóti, A., Der Fund von Gensheim-Böbingen. 100 Jahre Hist. Mus. d. Pfalz. Festschr. (Speyer 1969) 89—., 106—, 12 9 Gaul, K., Arch. Ért. 9(1889) 193—205., Taf. I—V. Diese durchgebrannte Eisenscssel­stücke figurieren nicht unter den Fundstück von Somodor. 13 0 Ders., Arch. Ért. 10(1890) 120—124., С. I. 1. 13 1 Ebd. 98., A. II. 10. 132 MN M römische Sammlung, Inv.-Nr.: 126. 1885. 13 3 Alapy, Gy., MKÉ 7(1913) 37., Abb. 1.; Alföldi, A., Arch. Ért. 48(1935) 270. 13 4 Zsámbék: MNM römische Sammlung, Inv.-Nr.: 164.1914.29., Környe: Inv.-Nr.: 1.1935.1. Letzteres wird im Jg. 1982 der Folia Arch, veröffentlicht werden. 13 5 Römer, F., AK 2(1861) 99—., 109. Alice Sz. Burger ist an einer Neubearbeitung des Fundes beschäftigt. 13 6 Nuber, H. U., a.a.O. 171., Anm. 1028. 13 7 Nuber, H. U. —Radnóti, A., a.a.O. 36—., Kellner, H.-]., Die Römer in Bayern. (Mün­chen 1971) 104., Abb. 75. 9*

Next

/
Oldalképek
Tartalom