Folia archeologica 31.

József Korek: Die Ausgrabungstätigkeit des Ungarischen Nationalmuseums im Jahre 1978

AUSGRABUNGSTÄTIGKEIT 283 Anwesenheit eines Populationsfragmentes rechnen, die noch Charakteristika der Romanisation aufbewahrt hatte. Hajdúdorog : I. Fodor legte im Laufe der 1977 angefangenen Erschließung des landnahmezeitlichen Gräberfeldes Gräber Nr. 36—73 frei. Die weiteren Ar­beiten setzten sich da fort, wo im Jahre 1938 Gräben gezogen wurden, deshalb war auch der Großteil der Skelette gestört. Das Gräberfeld brachte für Be­gräbnisse des gemeinen Volkes charakteristisches Fundmaterial mit Schläfen­ringen, Armringen, Halsringen an die Oberfläche. Unter den freigelegten Gräbern gab es auch ein S gerichtetes sarmatisches Grab. Máriabesnyő: An dem Wochenendsgrundstück des M. Szakái (Parzellenzahl 4689) stieß man während der Fundierungsarbeiten auf ein Frauengrab der Landnahmezeit, von dem vergoldete silberne Kleiderbeschläge in Rosetten­form, Stiefelbeschläge und Bruchstücke eines Kettenanhängsels an die Ober­fläche kamen. Die Fundrettung, geleitet von I. Fodor, ergab noch zwei Kinder­gräber und ein Frauengrab mit bescheidenen Beigaben (Eisenhalsring, Perlen, Armring) . Veresegyháza : An der W-Markung des Dorfes, am Bikarét, hat K. Mesterházy die Freilegung eines Gräberfeldes des gemeinen Volkes aus dem 10—11. Jh. angefangen, mit einer materiellen Unterstützung von 20 000 Ft des Rates von Veresegyháza. 29 Gräber mit Armring- bzw. Schläfenringbeigaben ka­men zum Vorschein. Die Gräber lagen weit voneinander. Die Freilegung der zum Gräberfeld gehörenden Siedlung war nicht mehr möglich, da es schon früher vernichtet wurde. Auf diesem Gebiet kam auch eine spätbronzezeitliche Grube mit einem riesigen Vorratsgefäß ans Tageslicht. Zalavár: An der Insel Kövecses wurde die 1976 angefangene Fundrettung beendet. A. Cs. Sós legte hier eine Fläche von 4000 m 2 frei, in dieser Weise erstreckt sich die Fundrettung insgesamt auf 18 000 m 2. Die kartographische Aufnahme des urzeitlichen Festungssystems bzw. die Umgrenzung der Siedlung und des Gräberfeldes aus dem 11. jh wurde so beendet. Am N-Teil der Burginsel geht die Freilegung seit 1970 fort. Wegen der Fundrettung an der Insel Kövecses war an diesem Gebiet die Arbeit verlangs­amt, doch bekam sie 1978 einen größeren Schwung. Auf dem mit Holz­gewinnung gestörten Gebiet war die Fortsetzung der Arbeit nur mit Eröffnung kleinerer Abschnitte möglich. Die Ausgräberin gewann hier weitere Angaben zur inneren Topographie des Gebietes im 9—12. Jh., zur Periodisation der sich am Rand der Insel entlang ziehenden Befestigung und zur Ausbreitung des Gräberfeldes, das zwischen der Verwüstungschicht und dem arpaden­zeitlichen Gräberfeld fällt. Das Resultat der Ausgrabung ist die Entdeckung einer Straßenlinie, die von der Insel nach W in die Richtung der Gemeinde Rezes führte. Visegrád-Várkert, Erholungsheim der Nationalbank Im Laufe des Baues des Erholungsheims der Nationalbank setzte M. Szőke auf dem Gebiet Visegrád-Várkert die Freilegung der Dekanatskirche fort. In der zweiten Periode des Baues wurde zum Schiff, welches sich in einem

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