Folia archeologica 30.
János Eisler: A Magyar Nemzeti Múzeum csontnyergeinek kérdéseihez. II.
234 J. EISL F.R Abb. 20. Vajdahunyad (Hunedoara): Kapelle (144652 ?), Wappen der Hunyadis auf dem Schlußstein 20. ábra Vajdahunyad (Hunedoara): Kápolna (144652 ?), Hunyadi címer a zárókövön Stimmungen, ferner ihre möglichen Erscheinens auf den Hauptstraßen der Motivenwanderungen in der Richtung der Kunstzentren sowie der stilhistorischen Beziehungen- Übereinstimmungen - dem Stande unserer heutigen Kenntnisse nach, als Stücke aus gemeinsamer Werkstätte oder von demselben Kunstzentrum stammend angesehen werden können. 5 3 5 3 Aufgrund der mir zur Verfügung stehenden Fotos versuche ich im folgenden die bekannten Sättel zu gruppieren: I. Um 1450 wurden wahrscheinlich der Sattel von New York, Metropolitan Museum of Art, Inv. - Nr. 36.149.11; Inv.-Nr.40.66 (die Haartracht mit der Perücke ist mit der des großen Kartenblattes des Paradiesgarten-Meisters verwandt) und von Boston, Museum of Fine Arts, Inv.-Nr.69.944. hergestellt. Diese Sättel dürften - meiner Beurteilung nach - in ein und derselben Werkstätte oder zumindest im selben Künstlerzentrum um 1450, vielleicht in Tirol erzeugt worden sein. II. Je sein Sattel von London, Wallace Collection und Tower Collection (insbesondere aufgrund •der sich in der Ornamentik zeigenden verwandten Züge) und von Berlin, Museum für Deutsche Geschichte, auf dem Sattel, auf welchem bloß die Ornamentik ausgeschnitzt ist. Diese Sättel wurden nach 1450 angefertigt, sie scheinen jünger zu sein, als die obige Gruppe. III. Firenze, der Sättel von Bargello mit deutscher Inschrift; Braunschweig, der Sattel des Herzog Anton Ulrich-Museums (ihre Verbindung gründe ich auf die gleiche Schnitzart der auf den Sätteln sichtbaren Buchstaben „A" bzw. ,,W"). Es soll bemerkt werden, daß die auf dem Sattel von Firenze knieende Königstochter mit dem entsprechenden Detail des Budapester JankovichSattels übereinstimmt. Diese Gruppe kann auf die Jahre 1430 gesetzt werden. Zwischen dem bei der obigen Gruppierung erwähnten Sattel des Metropolitan Museum (40.66) und den in Klosterneuburg ausgestellten, in den Kreis der Embriachis verwiesenen Knochenschnitzereien vermute ich auf den Gesichtern, bei der Schnitzarbeit des Haares, des Augapfels und des Augens sowie der Mundwinkel eine Ähnlichkeit zu entdecken {Abb. 24-25) _