Folia archeologica 27.

József Korek: Die Ausgrabungstätigkeit des Ungarischen Nationalmuseums im Jahre 1974 - III. Tibor Kemenczei: Früheisenzeitliche Keramikfunde von Nagyberki

NAGYBERKI-SZALACSKA 207 Abb. 4. Nagybcrki-Szalacska Hügel 3 Die rote, graphitierte, schwarz bemalte Keramik war im östlichen Haiistatter Kulturkreis überall bekannt. Ihr östlichstes Verbreitungsgebiet ist gerade Transdanubien. Hier können wir diese Keramik nicht als Nachlassenschaft der der Früheisenzeit vorangehenden spätbronzezeit­lichen Urnenfelderkultur, sondern ausschließlich als ein neues Element betrachten. Die uns heutzutage zur Verfügung stehenden außerordentlich wenigen Angaben sind dazu ungenügend, um ihr Herstammungsgebiet genauer zu umreißen, zu ihrer Datierung besitzen wir jedoch schon eine feste Grundlage. Ein beliebtes Motiv der schwarzen Bemalung ist der Mäander. Die Ver­breitung dieses ornamentalen Elementes brachte O. H. Frey mit dem griechischen Handel an der Adria im 7. Jahrhundert v. u. Z. in Verbindung. 4 Auch im Material des in der zwischen Save und Drau gelegenen Ortschaft Martinajec freigelegten Hügelgrabes finden wir die rote Keramik mit schwarzer Mäanderverzierung vor. Diese hat dort K. Vinski-Gasparini auf die 4 Frey, O. H., Die Entstehung der Situlenkunst. (Berlin 1969) 72.

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