Folia archeologica 27.

József Korek: Die Ausgrabungstätigkeit des Ungarischen Nationalmuseums im Jahre 1974 - III. Tibor Kemenczei: Früheisenzeitliche Keramikfunde von Nagyberki

208 T. KEMENCZEI Periode На С datiert. 5 In der Südwestslowakei sind aus den in Nové Kosariska erschlossenen Hügelgräbern solche Urnen mit diesen Verzierungen zum Vorschein gekommen. Das kera­mische Material dieser Hügel hat M. Pichlerovä in drei chronologische Gruppen eingeteilt. Von diesen kommt das mit der bemalten Keramik von Szalacska übereinstimmende Material unter den Funden der klassischen Phase der mittleren Hallstattkultur vor. Das Zeitalter dieser Phase ist die Periode Ha G,." Ein charakteristisches Element der keramischen Kunst der östlichen Hallstatt-Kultur war auch das Spiralmotiv. Es ist an den von Szalacska stammenden Urnen sowohl in reliefierter wie auch in eingeglätteter Variante zu finden. Das Zeitalter ihrer Anwendung stimmt mit dem der gemalten Verzierung überein. Dasselbe können wir auch von der Verzierung der dunklen Gefäße mit schwarzen, graphitierten Streifen feststellen. Im dem während der Ausgrabung von Szalacska zum Vorschein gekommenen kerami­schen Material finden wir in beträchtlicher Zahl solche Elemente, die auch für die Töpferkunst der spätbronzezeitlichen Urnenfelderkultur charakteristisch waren. Zu diesen gehören Urnen­fragmente mit kannelierten Buckeln, kanneliertem Hals und kannelierter Schulter, die waage­recht facettierten Urnenrandteile, Randteile der mit waagerechter Facettierung und schräger Kannelur verzierten Schüsseln mit eingebogenem Rand, Schalen mit schräger Kannelur und ihre mit kleinen Buckeln verzierten Wandfragmente sowie die mit Fingereindrücken verzierten Topffragmente. Auf Grund der keramischen Funde stammen die Hügel von Szalacska aus dem Zeitalter, wo in ganz Transdanubien die charakteristischen Elemente der Töpferkunst der östlichen hall­stattzeitlichen Kalenderberger Kultur verbreitet waren, jedoch auch die Traditionen der frühe­ren Urnenfelderkultur sehr intensiv weiterleben. Die Verbreitung der östlichen Hallstatt­Kultur vollzog sich jedoch nicht auf einmal, sondern ging allmählich vor sich. In Westtrans­danubien gewann die Hallstatt-Kultur schon zu Beginn der Periode Ha C, jedoch herrschte in den übrigen Teilen Transdanubiens damals noch die Urnenfelderkultur. Dies beweisen die aus ihren Gräberfeldern zum Vorschein gekommenen Gefäße von Kalenderberger Typ. Prädomi­nant wurde die Hallstatt-Kultur in ganz Transdanubien erst später in der zweiten Hälfte der Periode Ha C. Die bisher freigelegten Hügel von Szalacska sind Denkmäler dieser Zeit. 5 Vinski-Gasparini , K., Ausgrabungen eines hallstättischen Grabhügels bei Martijanec ir» Draugebiet. VAM 2(1961) 64. c Pichlerovä , M., Nové Kosariska. (Bratislava 1969) 225.

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