Folia archeologica 27.

József Korek: Die Ausgrabungstätigkeit des Ungarischen Nationalmuseums im Jahre 1974 - III. Tibor Kemenczei: Früheisenzeitliche Keramikfunde von Nagyberki

206 T. KEMENCZEI Abb. 3. Nagyberki-Szalacska Hügel 3 Im mittleren Teil des vierten Hügels mit einem Durchmesser von 28 m haben wir das Grab in 125-150 cm Tiefe gefunden. Dieses bestand aus einer ovalförmigen, 20-25 cm dicken Holzkohlenschicht. Aus den hier zum Vorschein gekommenen Gefäßfragmenten gelang es uns insgesamt nur eine kleinere Urne und eine Schüssel zusammenzustellen. 1. Urne, dunkelgrau. Ihre Schulter verzieren mit Kanneluren umnommene Buckel und ein aus je 3 Fingereindrücken entstandenes Muster. H: 20 cm, Mdm: 19,5 cm, Bdm: 10,6 cm. 2. Schüssel mit eingebogenem Rand, unverziert, dunkelgrau. H: 5,7 cm, Mdm: 14,5 cm, Bdm: 5 cm. Aus dem vierten Hügel kamen die folgenden charakteristischen Gefäßfragmente hervor: Urnen mit kanneliertem Buckel, senkrechten und schrägen graphitierten Streifen, waagerechten oder schrägen Rillen, ihre mit senkrechter Rillung verzierten Seitenwände, waagerecht gerillten Halsteile, waagerecht facettierten Randteile; Seitenwände von Schüsseln mit eingebogenem, schräg kanneliertem oder senkrecht gerilltem Rand; mit Nageleindrücken gegliederte Randteile, Seitenwände mit durch Fingereindrücke gebildeten Rippen von Töpfen; Seitenwandfragmente mit schräg kannelierter Schulter und Buckelverzierung, mit graphitiertem Streifen verzierte Bodenteile von Schalen; rote Urnenfragmente mit schwarzem bemaltem Muster verziert. Der wesentliche Unterschied des Fundmaterials der beiden Hügel zeigt sich in der Menge der graphitierten, mit schwarzem geometrischem Muster verzierten keramischen Funde von roter Oberfläche. Solche Bruchstücke kamen unter dem dritten Hügel in sehr großer Zahl hervor, aus denen sogar zwei Urnen zusammengestellt werden konnten, während im Material des vierten Hügels es nur einige solche Gefäßstücke gab. Eine ähnliche Lage kann auch im Fundmaterial der hinter dem Meierhof freigelegten Hügel Nr. 5-9. beobachtet werden. Hier lagen im Grab des fünften Hügels zwei bemalte, rote Urnen mit geometrischem Muster und um ihnen herum eine große Zahl solcher Fragmente, während in den weiteren drei Hügeln nur einige bemalte Scherben waren.

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