Folia archeologica 27.

József Korek: Die Ausgrabungstätigkeit des Ungarischen Nationalmuseums im Jahre 1974 - II. Pál Patay: Vorbericht über die Ausgrabungen zu Poroszló-Aponhát

POROSZLÓ- APONHÁT 197 Abb. 3. 1: Vogelförmiges Gefäß; 2-6: Miniaturgefäße; 7-9: Tierstatuette. 1-6 = 1:3; 7-9 = 2:3 Schnitten beobachtet werden. Zusammenhängende Fußbodenflächen, wie auf den teilartigen Siedlungen, ließen sich nicht feststellen, westhalb wir von den einstigen Häusern nur soviel wis­sen, daß sie oberirdische Bauten waren, jedoch konnten wir betreffs ihrer Form, Größe, ihres Aufbaues oder ihrer Anordnung keine Angaben gewinnen. Stellenweise lag die unterste Bcschmierung unmittelbar auf der ursprünglichen Bodenoberfläche oder auf der Schlamm­schicht, im allgemeinen jedoch um 10-15 eventuell um 20 cm darüber. An einzelnen Stellen hat man diese Beschmierung auch erneuert. Obwohl Lehmstreifen hie und da auch dazwischen vor­kamen, konnte ein anderes beschmiertes Fußbodenniveau in etwa 30-40 cm-Höhe gefunden werden. In den Fußbodenbelägen erschienen, ohne daß sie eine Schicht gebildet hätten, auch Lchmbewürfe. Wahrscheinlich gab es auch ein drittes oberes Fußbodenniveau, worauf wir auf Grund der am unteren Teil der bereits von der Witterung usw. homogenisierten oberen Hu­musschicht, etwa in 50-60 cm-I Iöhe über der ursprünglichen Bodenfläche vorhandenen Lehm­bewurfstreifen schließen können. In den verschiedenen Niveaus der Kulturschicht kamen auch Herde häufig vor. Unter diesen hatte der mit X/D bezeichnete einen Rand. Eine sehr eigenartige Herdplatte fanden wir in der Fläche XI. (XI/B), leider in beschädigtem Zustand (Abb. 6). Wahrscheinlich war sie rund, mit einem Durchmesser von 150-160 cm. Parallel mit dem Rand, von diesem zumindest 15 cm weiter nach innen zu lief eine kleine Rinne ringsum. In der Mitte waren zwei parallele, liegende Tonprismen aufgebaut - vielleicht um die Glut zusammenzuhalten (die Hälfte des einen Prismas blieb in der ursprünglichen Lage erhalten, die Stücke des anderen wurden unter den Fragmenten des zugrunde gegangenen Teiles der Herdplatte gefunden). Ein Herd von ähnlicher Konstruktion ist uns bisher unbekannt. Es kamen auch einige sich in die beschmierten Fußbodenbeläge eintiefenden, etwa einen Durchmesser von 10 cm aufweisenden und zumindest 10-15 cm tiefen Gruben mit gut durchgebrannten Wänden zum Vorschein (Gruben zur Bewah­rung der Glut ?). Eine interessante Erscheinung war, daß wir in drei Fällen in die unterste Fußbodenbe­schmierung eingetieft (ihr unterster Teil reichte bis in den ursprünglichen Boden) auch je ein

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