Folia archeologica 25.

Pavel J. Michna: Archäologische Nachweise der mährisch-ungarischen Beziehungen im 15. Jahrhundert

196 P. J. MICIINA Abb. 15. eine ähnliche Giebelkachel aus der Königsburg in Buda, wo sie in zwei Exem­plaren gefunden wurde und bezeichnete sie als Typ 17 (Abb. 5). Relativ am nächsten liegt die rechteckige Kachel (Typ 13), eine Eckvariante, welche beide Blätter samt des tordierten, sich um die Rosette windenden Astes plastisch stark betont (Abb. 4). Auf der Brünner Kachel finden wir keine durch Aststab mit Blattranke gebildete Umrahmung. Auch der Ast ist bildnerisch verschieden auf­gefaßt. Es herrscht jedoch kein Zweifel, daß eine gegenseitige — wenn auch relativ entfernte — Filiation zwischen der Giebelkachel aus Brünn und den Typen 13, 16 und 17 besteht. Obwohl dieser Giebelkacheltyp bisher im Material der Burg von Buda nicht gefunden wurde, stammt er wahrscheinlich ebenso wie der Typ 3b aus Buda und ist offenbar ein Originalerzeugnis ungarischer Töpfer. Zu den in Mähren verfertigten Kacheln der Ritteröfenwerkstätten gehören Nachbildungen, Abwandlungen, Varianten und Kombinationen des Typs 16. 31 Es handelt sich um eine quadratische Kachel mit einem wie bei den Typen 1,11 und 13 von einem Aststab umrahmten Relief. In der Mitte der Stirnseite ist eine fünfblättrige Rosette angebracht, die von einem Ast mit vier gotisch geschnitte­nen Blättern umwunden wird. Zwischen den Blättern befindet sich noch je eine kleine Rosette. Von diesem Typ wurden auf der Burg Buda zwei grünglasierte Bruchstücke entdeckt (Ausmaße 22x22 cm). Gefunden wurden auch vier weitere nicht glasierte und graugebrannte Exemplare (Ausmaße 2,6x22 cm). 3 2 Eine ähn­3 1 Ebd. 179., Abb. 153—154. 3 2 Ebd. 199.

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