Folia archeologica 24.
László Barkóczi: Beiträge zur Steinbearbeitung in Pannonien am Ende des 3. und zu Beginn des 4. Jahrhunderts
98 L. BARKÓCZI dem Grabdenkmal von Cl. Antonius sichtbare ähnliche Motiv (Abb. 11). Ein ähnliches Weinrankenmotiv erscheint auch auf einem, aus dem späten 4. Jahrhundert stammenden Sarkophag aus Siscia. 6 7 Bei den Gestalten sind das kurze Haar, die Ausbildung der Äugen typisch, die langen Köpfe weisen alle auf die Zeit des konstantinischen Hauses hin, u. zw. auf dessen spätere Phase. 0 8 Die einzige Verzierung der kleinen, mit einfachem, steilem Giebel versehenen Grabtafel von Lissinia Galla 0 9 bildet als Umrahmung des Giebels das Seilgliedmotiv (Abb. 24). Auch an der Ausführung und Schreibweise sieht man es an, daß wir einem späten Stück gegenüberstehen, das wir heutzutage genauer noch gar nicht datieren können, doch glauben wir, daß es nicht früher, als in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts entstanden sein konnte. 1, 7 Vgl. Anm. 43. Die Inschrift befindet sich auch hier in einer tabula ansata eingefaßt. 6 8 Die Porträtdarstellungen des Grabdenkmals von Intercisa lassen sich vielleicht am besten mit den von Delbrueck veröffentlichten Münzenporträts der Konstantinzeit vergleichen: а. а. O. 9ff. und Taf. I-IX. ß 9 Erdélyi, G., Intercisa I. 196. Nr. 37., Taf. XLVII, 4.