Folia archeologica 24.

László Barkóczi: Beiträge zur Steinbearbeitung in Pannonien am Ende des 3. und zu Beginn des 4. Jahrhunderts

STEINBEARBEITUNG IN PANNONIÉN 95 Abb. 18. Charakteristisch ist der in das Bildfeld komponierte Opfertisch mit nach außen gewendeter Platte und zwei Figuren. Diese Art Konzeption erscheint nur bei solchen späten Stücken. Sie konnte auch auf dem einen Grabdenkmal von Császár und auch von Szentendre beobachtet werden (Abb. 4, 7). Diese Darstel­lung kommt jedoch, wie wir es sehen werden, auch auf einen umgemeißelten Grabstein von Intercisa vor. Das System der Inschrift und der Schriftweise stammt selbst aus einer späten Zeit. Charakteristisch ist der aufgezogene untere Schenkel des Buchstaben L, worüber wir bereits im Zusammenhang mit dem Grabstein des Ursinus decennarius aus Brigetio feststellen konnten, daß er in diesem Gebiete früher als das 4. Jahrhundert nicht vorkommt. Der Stil der Steinmetzarbeit, die Haartracht der Frau, die in das Bildfeld komponierte Opferszene weisen alle darauf hin, daß das Grabdenkmal nicht aus einer früheren Zeit als die des Konstantins herstammen kam, jedoch konnte es auch später zur Mitte des Jahrhunderts hergestellt worden sein.

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