Folia archeologica 24.

László Barkóczi: Beiträge zur Steinbearbeitung in Pannonien am Ende des 3. und zu Beginn des 4. Jahrhunderts

96 L. BARKÓCZI Abb. 19. Einen alleinstehenden Typ vertritt der kleine Grabstein von Aurelia Agrip­pina li 5 (Abb. 22). Aufgrund seines Aufbaues kann er jedoch keiner der bekannten Gruppen angeschlossen werden. Im steilen Giebel befinden sich ein Adler, dar­unter im stark eingetieften Bildfeld eine auf einer Kliné liegende Gestalt, im drit­ten Feld ein mit seiner Platte nach außen gewendeter Opfertisch mit zwei Figuren (Abb. 23). Der Adler ist aus Pannonién als Grabdenkmalmotiv bekannt. Eine auf der Kliné liegende Gestalt kommt selten vor, sowohl in den früheren als auch in den späteren Darstellungen müssen wir mit einem südlichen Einfluß rechnen. 6 1' Die Weinranke um das Bildfeld vertritt eine fortgeschrittenere Stufe als das auf 6 5 Erdélyi, G., Intercisa I. 191. Nr. 75., Taf. XLVII, 1. 6 B Ebd. 195. Mit Schrifttum und Meinungen bezüglich der pannonischen Stücke.

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