Folia archeologica 21.
B. Bónis Éva: A brigetioi sávos kerámia
9° Ё. В. BÓNIS renden Töpfersiedlung des Kuruc-Hügels in Brigetio keine auf die Früh- oder Spätphase der einheimischen Töpfertechnik verweisende Gefäße gefundenwerden, sind die Produkte der ebenfalls zur Militärstadt gehörenden Töpfersiedlung von Gerhát von den Traditionen der Urbevölkerung untrennbar. Treffend faßt K. Póczy die charakteristischen Eigenheiten der provinzialen Keramikerzeugung zusammen, wonach durch die zunehmende Produktion der römischen Typenwaren die örtlichen Elemente immer mehr zur Geltung kommen. 5 7 Während die rotgestreifte Verzierung, die henkellosen Krüge und die eiförmigen Gefäßformen die charakteristischen Vertreter der einheimischen Traditionen sind, ist die eingeritzte Rädchenornamentik eine typisch provinzialrömische Technik. Die rädchenverzierten Kränze, die typische Verzierungsart der römischen Terra sigillata, sind auf den „pannonischen grauen" Schüsseln und auch auf den „belgischen" Gefäßen der Westprovinzen charakteristisch für die provinziale Produktion.