Folia archeologica 21.
Sándor Soproni: Römische Meilensteine aus Százhalombatta
IOO S. SOPRONI Die von uns vorgeschlagene Lesung der Inschrift wäre die folgende: Imp(eratori) Caes(ari) P(ublio) Li[ci]nio Valeriano in[vic]to Aug(usto) pontific(i) [maximo trib(unicia) p]otestat(e) [II co(n)s(uli) II proco(n)s(uli) p(atri)] p(atriae) et /oder [co(n)s(uli) proco(n)s(uli) p(atri) p(atriae) et (P(ublio) Licinio Gallieno Aug(usto) Ab Aq(uinco) m(ilia) p(assuum) XXII oder XXIII.] Vom Gebiete Pannoniens haben wir bisher insgesamt von zwei Meilensteinen des Valerianus Kenntnis, der eine stammt von der Straße zwischen PoetovioSavaria, 3 3 während der andere uns im wesentlichen aus dem nördlichen Abschnitt derselben Straße von der Strecke zwischen Scarbantia-Vindobona bekannt ist. 34 Der erste stammt aus dem Jahre 257, der letztere aus 253. Auch die Meilensteine des jüngeren Kaisers Valerianus sind von der Strecke Scarbantia-Vindobona 35 bzw. Vindobona-Camuntum bekannt, 3 0 die im großen und ganzen auf dieselbe Zeit, zwischen 256-258 gesetzt werden sollen. 3 7 5 .Meilenstein mit Inschrift. Der untere Teil des Meilensteines ist abgebrochen, das Inschriftenfeld blieb jedoch intakt erhalten, die Inschrift ist gut lesbar (Abb. 2/1 und Abb. 14). Die Höhe des aus Kalkstein gemeißelten, zylinderförmigen Meilensteines beträgt 98 cm, sein Durchmesser 39 cm. 3 8 Die Lesung der Inschrift (Abb. 15): Perpetuo Imperátori Augusto nostro (Ab Aqu mp) XXII Auf dem Teil über der ersten Zeile der Inschrift scheint es, als hätte man den Namen des Kaisers ausgemeißelt. Gegen die damnatio memoriae sprechen zwei Argumente. Der obere Teil des Meilensteines ist intakt, so hätte an der zur Ver3 3 AIJ 600. 3 4 CIL III 4653. 3 5 CIL III 4647, 4652. 3 0 CIL III 4646. 3 7 Bezüglich der Datierung des Valerianus caesar: Wickert , loc. cit. 239F. 3 8 Inv.-Nr. : 67.46.1.