Folia archeologica 18.

Patay Pál: Adatok Budapest környékének újkőkorához és rézkorához

ZUM NEOLITHIKUM D. UMGEBUNG V. BUDAPEST 25 von Donauknie nach SO verlaufenden Hügelland niederließ. Diese Hügel be­stehen aus Löß ; das Volk der Linienbandkeramik wurde also hier von demsel­ben Milieu empfangen, wie überall in Mitteleuropa, wo es sich niederließ. Doch diente dieses Hügelland zugleich auch als Verbindungsbrücke, über das es — den südlichen und zum Neolithikum zur Niederlassung wahrscheinlich nicht entsprechenden sandigen Landstrichen ausweichend — mit der Theißgegend in Berührung kommen konnte, wo in den Siedlungen der Theißkultur (z. B. in Tápé—Lebő) Funde der Linienbandkeramik zu finden sind. Die Funde aus Somodorpuszta reihte F. Tompa seinerzeit, den Begriff der Lengyel-Kultur verwerfend, mit den aus Lengyel stammenden zusammen der Theißkultur zu, obwohl er bemerkte, daß sie von den letztgenannten abweichen und auch etwas jünger sind. In Kenntnis der Funde aus dem Gräberfeld von Zengővárkony kann jedoch festgestellt werden, daß einerseits das in Trans­danubien angetroffene Material nicht zur Theißkultur gehört, weshalb die Benennung Lengyel-Kultur begründet ist, andererseits, daß ein Teil der Funde aus Somodorpuszta sowohl in der Form, als auch in der Anwendung der weißen Bemalung vom Material der Gräberfelder von Zengővárkony bzw. Lengyel abweicht (in letzterem verwendet man rote Bemalung). Diese Abweichung wird aber klar, wenn man den Fundort seiner tatsächlichen geographischen Lage gemäß einschätzt. Tompa meinte nämlich, die Funde stammen aus dem Dorf Somodor im kom. Somogy (Süd-Transdanubien) ; in Wahrheit aber sind sie in 25 km Entfernung westlich von Budapest, auf Somo­dorpuszta, einem zur Gemeinde Szomor (Kom. Komárom) gehörenden Ge­höft, zutage gekommen. Dieser Fundort liegt aber in der Nähe der Kleinen Un­garischen Tiefebene, von wo analoge Funde bekannt sind, in erster Linie die Schüssel aus Andac (Slowakei), die innen ebenfalls mit pastoser weißer Farbe bemalt ist. Doch auch das in Szentendre freigelegte Grab steht mit der Kleinen Un­garischen Tiefebene in Verbindung. Die nächsten Analogien der hier gefundenen Stücke — allerdings sind sie nicht ganz identisch — findet man in der südwest­slowakischen Luzianky-Gruppe. Zugleich besteht auch ein Zusammenhang unter den Gefäßen aus dem Grab von Szentendre bzw. aus den Gräbern von Bicske. Mit jener Wahrnehmung Tompas, daß die Funde aus Somodor etwas jünger als die aus Lengyel sind, kann man einverstanden sein, da einzelne hier auftretende Schalenformen bereits fast dem Formenkreis der hochkupferzeit­lichen Bodrogkeresztür-Kultur entsprechen. Das über die oben beschriebenen Funde gesagte vor Augen haltend, kann man sich zusammenfassend folgendes Bild über die Entfaltung von Neolithikum und Kupferzeit in der Umgebung von Budapest machen: Das Volk der Linienbandkeramik, das in Transdanubien das Neolithikum vertritt, ließ sich in der Umgebung von Budapest auch östlich der Donau nieder, vermischte sich hier aber — in der Folge des historisch-geographischen Lage des Überganges der Donau — mit Elementen sowohl der Bükker — als auch der Theißkultur. Nicht minder sind auch südliche Einflüsse (Vinca) in diesem Landstrich zu beobachten (Gräber von Nagytétény und Békásmegyer, Funde aus Bicske). Die Ansiedlung der Linienbandkeramik ist in der mit sog. Noten­kopfverzierung charakterisierten, d. h. mittleren Epoche begründet.

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