Folia archeologica 18.
Patay Pál: Adatok Budapest környékének újkőkorához és rézkorához
ANGABEN ZUM N E О L I T H I К U M U N D Z U R KUPFERZEIT DER UMGEBUNG VON BUDAPEST Verfasser versucht, an Hand von zwei neuen bzw. eines in der Fachliteratur bereits erwähnten, doch eingehend nicht erörterten Funde die Kenntnisse bezüglich des Neolithikums und der Kupferzeit in der Umgebung von Budapest zu bereichern. M e n d e. Neben der Bahnstation, im Tal der Tápió, kamen im Sommer 1959 bei Erdarbeiten (Straßenbau) neolithische, spätbronzezeitliche (Hügelgräberkultur) und sarmatische Funde zum Vorschein. Die im Laufe der Rettungsgrabung (ausgeführt von P. Patay, I. Lengyel und Zs. Csalog) aus Gruben zutage gekommene neolithische Funde gehören zur Linienbandkeramik. Es sind größteils Scherben von bombenförmigen Gefäßen, doch sind auch von einem Bombengefäß mit Hals bzw. von Fußschale. Die Verzierung besteht z. T. aus dem sog. Notenkopfmuster, z. T. aus für die Zselizer-Kultur kennzeichnenden Ornamenten. In großer Menge erschien für die Zeit kennzeichnende Hauskeramik (Abb. 1—4). Szentendre. Innerhalb der Stadt, Ecke Dr. Nagy Lajos Gasse und Római sánc Gasse stieß man am 3.10.1963 beim Legen von Wasserleitungsröhren auf ein Skelett, das von S. Soproni freigelegt wurde. Es lag ausgestreckt auf dem Rücken, nach О —W orientiert (den Schädel nach О gerichtet). Im Grab lag auf der rechten Seite des Schädels ein kleineres blumentopfförmiges Gefäß (Abb. 5/1), auf diesem ein Krug (Abb. 5/2). Unter den zwei Gefäßen und zwischen den Scherben des unteren waren 20 Silexwerkzeuge bzw. Absplisse und ein Stück Ockerfarbe. Beim Hals des Skelettes, vorne, war eine aus 6 Muschelperlen bestehende Halskette, und schließlich neben dem rechten Femur ein Nukleushobel (Abb. 6). Szomor-Somodorpuszta. Im Herbst 1905 hat E. Mahler in Somodorpuszta (in der Gemarkung des Dorfes Szomor, Kom. Komárom) ein römisches Gräberfeld aus dem 4. Jh. freigelegt, wobei auch urzeitliche Funde zutage kamen. Diese stammen vermutlich aus Gräbern, die aber von den späteren Bestattungen aufgewühlt waren. Auf diese Funde berief sich F. Tompa in seinen Studien über das ungarische Neolithikum öfter, ohne sie aber eingehend zu beschreiben. Inzwischen ist während des Krieges ein Teil der Funde abhanden gekommen. Von den Funden aus Grab LII ist eine Schüssel übriggeblieben (Tompa beschrieb sie als Fußschüssel und sie wurde auch demgemäß restauriert), deren Inneres mit pastoser, weißer Bemalung verziert ist (Abb. 7). Aus Grab LV kamen auch ursprünglich nur Scherben zum Vorschein (Abb. 10/2) ; aus Grab LVI sind intakte und zerbrochene Gefäße und eine Muschelhalskette bekannt (Abb. 9 und 10/4). Auch inventarisierte Scherben ohne Grabnummerangabe sind vorhanden (Abb. 10/1,3). Die Bedeutung der Funde aus Mende beruht ausschließlich auf ihrer geographischen Lage. Mende liegt nähmlich in 28 km Entfernung östlich von Budapest, in der Mitte des Gödöllő—Cegléder Hügellandes. Aus diesen und aus den bereits früher bekannten aus Pécel und aus Penc —Sügyipuszta stammenden Funden erfährt man, daß das Volk der Linienbandkeramik in der Umgebung von Budapest nicht nur am rechten Ufer der Donau angesiedelt war, sondern den Fluß überschreitend, sich auf dem im östlich von diesem,