Folia archeologica 16.
Lengyel Irina: A fazekaskorong megjelenésének kérdése a Nagyalföldön
ZUR FRAGE DES FRÜHESTEN GEBRAUCHES DER TÖPFERSCHEIBE IN DER GROSSEN UNGARISCHEN TIEFEBENE In der Mitte des II. Jahrtausends v. u. Z. entwickelte sich in der Ungarischen Tiefebene eine Kultur, deren charakteristische Merkmale von jenen der gleichzeitigen der Nachbargebiete in wesentlichen Punkten abweichen. Diese Kultur vom 6. bis 3—2. Jahrhundert bezeichnen wir als die skythische Gruppe oder Gruppe von Vekerzug der Hallstattkultur. 1, 3 Die Autorin versucht die Frage des zeitlichen und räumlichen Auftretens der Töpferscheibe durch die Untersuchung der Keramikfunde der Gruppe von Vekerzug zu klären. Die in diesen Gräberfeldern gefundene Keramik teilt sie in zwei Gruppen: a) mit der Hand geformte Keramik (Blumentöpfe, Schüsseln mit eingezogenem und mit ausladendem Rand, Tassen, ein Teil der Keramik vom Typus Villanova), b) auf der Töpferscheibe erzeugte Keramik (Abb. 4—6). Sie stellt folgendes fest: 1. die Gefässe der Gruppen „a" und „b" kommen in einem Abschitt dieser Kultur in Gräbern zusammen vor; 2. die Gebrauchsbestimmung der Gefässe ,,a" und ,,b" war dieselbe; 3. die auf der Töpferscheibe erzeugte Keramik wurde an Ort und Stelle hergestellt. Die Autorin gibt einen kurzen Überblick der früheren Meinungen 10 .13—10 un cj unterzieht die Feststellung von A. Bottyán einer Revision, 11-1 2 der der Meinung war, daß die Töpferscheibe in der Tiefebene dem keltischen Einfluß des 4.Jahrhunderts zuzuschreiben sei. Nach Tibor Nagy brachten bereits die landnehmenden Skythen die Töpferscheibe nach Ungarn. 2 1 In Zusammenhang mit dieser Meinung verweist die Autorin auf die Forschungsresultate sowjetischer Forscher, wonach die Skythen zuerst im Laufe des 2—1. Jahrhunderts die Töpferscheibe gebrauchten . 22 -2 e Nach dem Material von Alsótelekes 17-1 8 und den Beigaben des Grabes 84 von Tápiószele 1 9 kann man feststellen, daß die auf der Töpferscheibe erzeugte Keramik im 6. Jahrhundert in der Ungarischen Tiefebene auftaucht. Ein wichtiges Beweismaterial enthält das genannte Grab von Tápiószele, das zwei auf der Töpferscheibe erzeugte Gefässe und einen Bronzespiegel mit Griff enthielt; solche Spiegel werden in das 6. Jahrhundert v. u. Z. datiert. 2 0