Folia archeologica 11.

Á. Salamon: Sarmatische Funde in Ócsa

Sarmatische F wi de in Ócsa 87 wir das kleine Gefäß hervorheben (Abb. 17, 4.), das seiner Form nach einzig im sarmatischen Material ist. 6 5 Diese Verzierungsart treffen wir besonders bei kleinen Trinkbechern an. Die Gliederung des Bauches mit einer schmalen, rundherum verlaufenden Leiste sehen wir außer im sarmatischen Material auch in Marosszentanna, wo es ein unserem Stück ähnliches Objekt in Grab 58 gibt. 6 6 Das Gefäß, das aus Nagyfalu stammt, 6 7 scheint eine Analogie dazu zu sein, und ein anderes, das aus Grab 12 von Szentes-Sárgapart stammt, 6 8 scheint ähnlich zu sein. Auch ein anderes Gefäß, das im Gräberfeld von Deszk-Uj­major zu Tage kam, 6 9 steht dem aus Ócsa nahe. Das ist umso interessanter, da der Verfasser anhand eines anderen Gefäßtypus aus dem Gräberfeld eben­falls Verbindungen mit Marosszentanna vermutet. 7 0 Unser rundes, auf Dreh­scheibe hergestelltes Gefäß mit etwas gedrückter Form und ausbuchtendem Hals (Abb. 17, 6.) hat wenig Analogien, 7 1 erscheint jedoch mit gerade stehendem Hals im Material mehrerer Fundorte. Ein ähnliches Stück, wie unsere hellzie­gelrote Schüssel mit hohen Wänden, kam in Tiszabura zu Tage, 7 2 doch kennen wir diese Form auch in graufarbenen Exemplaren. 7 3 Die Keramik, die als Streufund zum Vorschein kam, wollen wir hier nicht analysieren, wir bemerken nur, daß solche Schüsseln, die im Gräberfeld В von Kiszombor als erste gefunden wurden, innerhalb des Kiszombor-Ernő­háza-Kreises hier in bedeutender Anzahl vorkommen. 7 4 Hinsichtlich der Zeitbestimmung des Gräberfeldes haben wir in den Mün­zen, die hier bzw. in Gräberfeldern von ähnlichem Typus gefunden wurden, einen annehmbaren Stützpunkt. Im Gräberfeld von Ócsa haben wir bisher drei Münzen gefunden: eine des Geta und zweie des Claudius II. (268—270). 75 An letzteren sind — obwohl sie von der Oxidation stark angegriffen sind — kaum Spuren der Abnützung zu beobachten, sie gerieten also noch in der Zeit des Claudius, oder etwa 10—15 Jahre später in die Erde. Ähnliche Münzen haben wir im Gräberfeld Ernőháza-Kollinger. 7 6 Hier ergeben die Münze des Probus (Grab 5) und die des Claudius II (Grab 6) eine dem Gräberfeld von Ócsa ähnliche Chronologie. Im Fund von Rékás haben wir Münzen von Elagabal bis Traianus Decius (218—251). 7 7 Auch den Fund von Kétegyháza müssen wir hierzurechnen, wo die ältesten Münzen — diejenigen der Faustina und des Hadrian — bereits mit Ösen versehen und als Schmuckstücke ge­6 6 Die Form erinnert an die der metallenen Kelche aus der Awarenzeit. 6 6 Kovács I., а. а. О. Abb. 77. Grab 58. Der Verfasser hebt bei der Zusammenfassung des keramischen Materials die schmalen, rundherum verlaufenden Leisten hervor. S. 333. «' Párducz M., Sarmatenzeit III. Taf. CXXXIX. 14. 6 8 Ders., а. а. O. Taf. XIX. 8. 6 9 Ders., FA 5 (1945) Taf. XI. 10, 13. 7 0 Ders., а. а. O. 77. 7 1 Domaháza, Párducz M., Sarmatenzeit III. Taf. CXL. 20—21.; Szolnok-Paládics, Taf. CXXXV. 18.; Szentes-Zalota, Csallány G., а. а. O. 55. Abb. 9. 7 2 Tiszabura, Párducz M., a. a. O. Taf. CXXXVI. 6. 7 3 Ders., a. a. O. Vattina, Taf. CVI. 7.; Kenderes, Taf. CXXXV. 28.; Debrecen Ziegelfabrik, Taf. CXXXVI. 25. 7 4 Ders., a. a. O. 243. 7 6 s. S. 78—79. Taf. V. 4—6. 7 6 Párducz M; Arch. Ért. 1940. 162. 7 7 Ders., Sarmatenzeit III. 162.

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