Folia archeologica 11.

Á. Salamon: Sarmatische Funde in Ócsa

86 A. Salamon spätrömischen Gräberfeldern und ebenso selten vorkommend, zu finden sind. 6 1 Das übrige Material des Gräberfeldes fügt sich organisch in die von uns bezeichnete Gruppe ein. Die Bruchstücke der beiden Silberlunulae sind nicht alleinstehende Funde, wie es auch das kleine Bruchstück des Beschlages nicht ist; letzteren können wir anhand der Eimerbeschläge des II. Schatz­fundes aus Osztropataka ergänzen, 5 2 und spätere Funde zeigen, daß solche auch später in Gebrauch waren. 5 3 Alle Fibelarten, die in Ócsa gefunden wurden, sind in der ersten Hälfte der III. Periode anzutreffen. Die Fibel mit umgeschlagenem Fuß (Taf. VI. 10.) ist der charakteristische Typus des Gräberfeldes В in Kiszombor, 5 4 die pro­vinzialrömische Fibel mit seitlich umgeschlagenem Fuß erscheint im Material des Gräberfeldes Szentes-Sárgapart in bedeutender Anzahl. 5 5 Beide Typen erscheinen in den Gräberfeldern von Szentes-Zalota, 5 6 im Grab 12 von Klára­falva В und im Grab 209 von Kiszombor B 5 7 gibt es Analogien zu unserer Schnalle (Taf. VI. 7.), in Begleitung einer T-Fibel, die mit einem Knopf ver­ziert ist. 5 8 Die Verzierung des Fußes der provinzialrömischen T-Fibel aus Kétegyháza 5 9 ist derjenigen der Fibel aus Ócsa (Taf. VI. 9.) sehr ähnlich. Fibeln, wie die aus Grab 4 in Ócsa, die mit Perlendraht umwunden ist und umgeschlagene Füße hat, gibt es im Gräberfeld von Hortobágy-Poroshát, 60 doch sehen wir sie auch im Grab 17 des Gräberfeldes Szentes-Zalota. 6 1 Auch die Schnallenfibel mit aufgewickelten Enden ist dieser Zeit nicht fremd. Ihre Verbreitung kann in Pannonién auf die zweite Hälfte des 3. Jhs. und auf die Jahrhundertwende datiert werden. 6 2 In der Keramik sehen wir die Gruppen der groben, handgeformten und der auf Drehscheibe hergestellten Waren. Zwei Stücke repräsentieren die erste Gruppe (Abb. 17, 3, 5.); das eine hat den Rand mit Fingereindrücken verziert, 6 3 das andere ist der seltene Typus mit einem Henkel. 6 4 Unter den Gefäßen, die auf Drehscheibe hergestellt wurden, müssen 5 1 PekáryT., а. а. О. 24. Abb. 4, 25, 4.; Bombay J., A Janus Pannonius Múzeum Évkönyve, Pécs (Jhb. des Janus-Pannonius-Museums Pécs) 1957. Gräberfeld von Zengővárkony, Grab 2. Taf. II. 1. Szentlászló-Szentegyedpuszta Grab 5. Taf. XXX. 1. 5 2 Reinach S., Arch. Ért. 14 (1894) 339. 4—5. h %¥ettich N., La trouvaille de tombe princière hunnique à Szeged-Nagyszéksós. AH 32 (Bp. 1953) Taf. VI. 2—4. 6 4 Párducz M., Sarmatenzeit III. 243. 6 6 Ders., a. a. O. 243, 244. 6 6 Csallány G., a. a. O. "Párducz M., Sarmatenzeit III. Taf. L. 4., Taf. XLIX. 1. 6 8 Ders., a. a. O. Taf. L. 1., Taf. XLIX. 2. 6 9 Ders., a. a. O. Taf. LXXXII. 1. sie erscheint im Grab mit einem Beilanhänger zusammen. 6 0 Ders., LA II. DissPann II. 11. (Bp. 1941) 313—314. Taf. XVII. 14—16. 6 1 Csallány G., а. а. О. 54. Grab 17. 6 2 Salamon A., Gebrauchsgegenstände und Werkzeuge aus Eisen. Intercisa II. AH 36 (Bp. 1957) 368. 6 3 An der einen Seite des Randes sind Fingerabdrücke, auf der anderen Einschneidungen zu beobachten. Eine ähnliche Ausbildung des Randes erscheint auch im Material des Gräber­feldes von Deszk-Űjmajor. Párducz M., FA 5 (1945) Taf. XI. 12. 6 4 Ders., а. а. О. 77. Taf. XI. 16. Die Form unseres Stückes ist gesetzer und niedriger.

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