Folia archeologica 10.

A. Cs. Sós. Das frühawarenzeitliche Gräberfeld von Oroszlány

Ill Grab 17. Erwachsene. Die Lage der Arme des auf dem Rücken ausge­streckt liegenden Skelettes ist ungewiss (die Knochen sind vermodert). Orien­tierung: W-O. Der Schädel war nach rechts gewendet. Tiefe: 205 cm. Über der rechten Schulter lag ein Feuerstahlbruchstück. Vom rechten Fuss ungefähr 50 cm entfernt, stand ein auf der Scheibe gedrehtes Tongefäss. H: 10,2 cm, Mdg: 9,2 cm, Stfl: 7,1 cm (T. XVII. 15. und Abb 23., 3.). Bei dem linken Fuss fand sich ein auf der Scheibe gedrehtes, auf der Seite liegendes hellgrau mit Wellenlinie verziertes Tongefäss, die Mündung gegen den Fussgekehrt. H: 17,6 cm, Mdg: 9 cm, Stfl: 8,5 cm (T. XVII. 14. und Abb. 23, 15.). In der Graberde waren am oberen Ende des linken Schenkelbeines, über dem linken Fuss und zwischen den Beinen verkehlte Reste. Grab 18. Erwachsene. Das SO-NW orientierte, gestreckte Skelett er­schien in einer Tiefe von 120 cm, beide Arme waren im Ellbogen gekrümmt, die Hände lagen am Oberschenkelkopf. Der Schädel war nach links gewendet. 0 5 10 от 1—.—.—.—,— I 1 Abb. 22. Am linken Oberschenkelkopf lagen Reste einer Eisenschnalle. An der äus­seren Seite des linken Oberschenkelkopfes befand sich in Schräglage ein ge­rades, einschneidiges Eisenmesser mit der Spitze dem Knochen zugekehrt. An der äusseren Seite des rechten Beines lag eine Lanzenspitze aus Eisen mit Tülle, 32 cm lang (Abb. 22.), die Spitze den Beinen zugewendet in paralleler Lage mit dem Knochen (der untere Teil des Blattes war ungefähr auf gleicher Höhe mit dem Knie). Ausser den während der Rettungsgrabung geöffneten Gräbern, habe ich mit „A" und ,,B" diejenigen Gräber bezeichnet, welche vor der Grabung frei­gelegt wurden, und aus denen je ein Schädel Stammt, mit „C" aber das Grab, aus welchem ein handgemachtes Tongefäss eingeliefert wurde. Höhe des Gefässes: 16,8 cm, Mdg: 10,7 cm, Stfl: 6,5 cm (T. XVII. 1. und Abb. 23, 2.). Nach Aussage des Finders lag das Gefäss in einem Skelettgrab beim Schä­del. Ausser den während der systhematischen Ausgrabung in den Gräbern 1—18 gefundenen Tongefässen sind, auch unabhängig von den Gräbern einige gefunden worden (Abb. 15.). Gefäss I. Zwischen den Gräbern No. 2 und 4, von beiden ungefähr in gleicher Entfernung lag in einer Tiefe von 80 cm ein handgemachtes Gefäss ein wenig auf der Seite. Es enthielt keine Aschen oder verbrannten Knochen­reste. H: 13,2 cm, Mdg: 8,5 cm, Stfl: 6,5 cm (T. XVII. 13. und Abb. 23,4.). Gefäss II. In der nördlichen Wand des Grabungsschnittes No I zeigten sich Bruchstücke eines handgeformten Tongefässes Die Scherben lagen auf einer Fläche von ungefähr 30x30 cm. verstreut. Sie ergaben kein vollstän­diges Gefäss.

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