Szilágyi Mária: Domeniul de la Jimbolia - Das Landgut von Hatzfeld - A Zsombolyai uradalom (Székesfehérvár, 2016)

A zsombolyai Csekonics-uradalom és annak öröksége - Birtokigazgatási központok - majorok

DOMENIUL DE LA JIMBOLIA | DAS LANDGUT VON HATZFELD | A ZSOMBOLYAI URADALOM Szilágyi Mária - Anica Draganiő und Ochsentreiber. An den Gutshöfen wo es auch weiterverarbeitende Betriebe gab, waren auch weitere Arbeiter nötig. Der Lohn der Dienerschaft wurde teils in Erzeugnissen (in Natura) und teils als Tagelohn ausbezahlt. Bei der Zahlung in Erzeugnissen haben sie meist Weizen, Brennholz oder Acker­landnutzung bekommen. Die Dienerschaft durfte in der Regel auch eigene Tiere halten, somit war auch Viehfutter nötig. Von Frühling bis Herbst, als es viel Feldarbeit gab, wurden Tagelöhner aus den umliegenden Gemeinden angeworben und nur während der Saisonarbeiten am Gutshof wohnten. Sie wurden dann in den Stallungen untergebracht (KOZÂRY, 1999. 92.). Anhand der Karten und Grundrisszeichnungen der Zeit kann man im ganzen Banat einige Gutshoftypen unterscheiden. Die rechteckige Aufstellung der Häuser war charakteristisch, die quasi der rechteckigen Struktur der Dörfer folgte. Selten gab es auch kreisrunde Strukturen, wie bei den Csekonics's beim Gutshof Endre. Die Gebäude lagen meist um einen Innenhof herum, in dem in der Regel auch ein Objekt oder ein Brunnen stand. Bei größeren Gutshöfen lagen die Gebäude um mehrere Innenhöfe, je nach Nutzung. Anhand der verbliebenen Bilderquellen kann man feststellen, dass bei der Ausführung der Gebäude die funktionellen Erfordernisse eine größere Rolle gespielt haben, die äußere Darstellung war eher zweitrangig. Die Häuser waren von Schlichtheit, militärische Strenge und vor allem die Schlichtheit der klassizistischen Elemente charakteristisch. In seltenen Fällen erscheint auch das Instrumentarium der für die Zeit charakteristischen Romantik, insbesondere bei den Kapellen und wichtigeren Gebäuden, wie z.B. der Milchfabrik der Csekonics's (BOROVSZKY, 1911. b 206.). Auch auf dem Landgut von Hatzfeld sind zahlreiche Gutshöfe entstanden, jedoch gleichzeitig, sondern zu verschiedenen Zeiten. Das kann man aus den Karten und schriftlichen Quellen folgern. Die Csekonics-Gutshöfe und ihre Filialen waren am Ende des XIX. Jahrhunderts folgende: Julia-Hof, die Buzitö-Hof mit Anda- Hof, Nagy-Rökus-Hof mit Kis-Rökus-Hof, Jänos-Hof mit Sändortanya, Jözsef-Hof mit Sztarihodäj und Csonkahalom, Pál- Major, Gyula-Hof, Tschestereg (Neuhatzfeld), Ivän-Hof, Roggendorf (DEUTSCHE LANDWIRTSCHAFTS GESELL­SCHAFT, 1897. 4.). Aus Landkarten-Quellen wissen wir, dass Fácányos, Ágota-Hof, Karolina-Hof, Szöllös-Hof, Klein-Kons­tancia-Hof, Klein-Jülia-Hof und Puszta-Hof auch hier standen. Gemäß einer Auflistug aus 1899 hatten die Csekonics's auch in der Ortschaft Nagy-Toräk Grundbesitz, und zwar Jorgovän Puszta (MNL FML F XIII. 5.15. d. 8.). Bei den Csekonics’s war es Tradition, dass die Gutshöfe nach den Familienmitgliedern benannt wurden. Die Csekonics'schen Gutshöfe zeigen deutlich die funktionelle Vielfalt die für diese Punkte des Landguts im Banat, ja in der ganzen Monarchie charakteristisch war. Die Csekonics's haben auch dafür Sorge getragen, dass der Gebäudebestand auch mit verschiedenen gesellschaftlichen Funktionen ergänzt wurde. Neben den Wirtschaftsgebäuden wurden auf ihnen auch Wohnungen für die Arbeiter, Schulen für die Kinder und in einem Fall sogar eine Kirche gebaut. Auf den zwei Wirtschaftshöfen, die in der Mitte des Gutes standen, gab es sogar ein kleineres Krankenhaus für die Arbeiter (CSEKONICS, 1986.17.). „Vasárnapi Újság“ berichtet wie folgt über den Bau von Schulen: “Die Herren Grafen János Csekonics und Endre Csekonics ließen in Hof-Serház, Szigetmajor und Endre-Hof Schulen errichten, statteten sie mit Schuleinrichtung aus, gaben den Lehrern ordentlichen Lohn und schenkten den schulpflichtigen Kindern die notwendigen Bücher. Der Bildungsminister sprach in dem offiziellen Blatt den edelmütigen Wohltätern seinen Dank aus“ (Vasárnapi Újság, 1872. Nr. 4.). Ein anderes Blatt würdigt ebenfalls die Großzügigkeit des Grafen, wonach Graf Csekonics Endre auf dem Gebiet des Landguts von Hatzfeld zahlreiche Schulen erbauen ließ und dank ihm in 1896 fünf Lehrer an ein Lehrgang für Handwerk in Budapest teilgenommen haben. Diese haben ihr Wissen an die Kinder weitergegeben, die es später gut nutzen konnten. (Nyírvidék, 1896. Nr. 40.). Wie in den Dörfern hatte der Glaube auch an den Gutshöfen ein wichtige Rolle gespielt. Jedes Verwaltungszentrum hat in der kirchlichen Hierarchie zum nächstgelegenen Ort gehört und waren deren Tochterkirchen. In 1907 haben die Herren an jedem Gutshof Kreuze errichten lassen, damit die Gläubigen ihren Glauben bequem ausüben konnten und hat diese auch in Stand gehalten. Die Pfarrer der Mutterkirchen sind Sonntags mit Kutschen der Herren an diese Teile des Landguts gefahren um die Heilige Messe abzuhalten. Im Sommer wurden diese an den Kreuzen gehalten, im Winter in einem geeigneten Raum des Guts­DOMENIUL... I DAS LANDGUT... | A ZSOMBOLYAI... 117

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