Szilágyi Mária: Domeniul de la Jimbolia - Das Landgut von Hatzfeld - A Zsombolyai uradalom (Székesfehérvár, 2016)
A zsombolyai Csekonics-uradalom és annak öröksége - Birtokigazgatási központok - majorok
Szilágyi Mária - Anica Draganic DOMENIUL DE LA JIMBOLIA | DAS LANDGUT VON HATZFELD | A ZSOMBOLYAI URADALOM hofs (TRKPL, Magyarcsemye). Der Pfarrer von Tschestereg berichtet in 197 dem Bischof wie folgt über die Religionsausübung an den Gutshöfen, d.h. über die wohltätigen Gaben des Grafen: „Ich berichte Ihrer Exzellenz in tiefster Demut, dass seine hohe Exzellenz, der Graf Endre Csekonics mir ein tragbares Altar mit allem kirchlichen Zubehör geschenkt hat, damit mit diesem auch an den zu meiner Pfarrei gehörigen Gutshöfen an Sonn- und Feiertagen in angemessenen Räumen die Heilige Messe halten kann" (TRKPL, Csősztelek). Fast jeder Gutshof hat seine Eigenschaft gehabt, an manchen hat die Lagerung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, an anderen die Viehzucht, Werkstätte, oder Verarbeitungsbetriebe dominiert. Die Csekonics's haben nicht nur die Landwirtschaft auf höchstem Niveau betrieben, wofür sie bei der tausendjährigen Ausstellung vom Kaiser Anerkennung bekamen (Köztelek, 1896. Nr. 105.), sondern auch ihre fertigen Produkte waren berühmt. Die genaue Aufzählung der zu den Meierhöfen gehörenden Mobilien und Immobilien finden wir im Testament vom Grafen János Csekonics (MNL FML XIII. 5. 5. d. 3/1-2). Das Csekonics- Gut wurde von einer 60 km langen landwirtschaftlichen Bahn durchquert (BOROVSZKY1911. b 211.), die von Pferden gezogen und von den Einheimischen „lóré“ (Lohre) genannt wurde. Über die Erweiterung dieser Bahn wurden noch im Jahre 1912 Pläne und Rechnungen angefertigt. Das weist darauf hin, dass die Familie zu dieser Zeit noch nicht ahnte, wie bald sie auf den Hatzfelder Besitz würde verzichten müssen. Der Ausbau der Schmalspurbahn beweist auch, dass in erster Linie die Familie Csekonics ein Interesse an der Schmalspurbahnstrecke von Großbetschkerek - Hatzfeld hatte, denn so konnten sie den Warenverkehr zwischen dem Landgut von Hatzfeld und der Welt deutlich erleichtern. Die erste 2 km lange Bahnstrecke hat Ungarisch-Czernya mit Bozitö-Hof verbunden. Der Vertrag zwischen dem Vorstand des Torontáli HÉV und Graf Endre Csekonics wurde bereits in Juli unterzeichnet. Darin wurden die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien detailliert festgelegt, d.h. dass Endre Csekonics die Bahnstrecke ausgebaut und unterhalten hat (MÁV Zrt. AKT 265/a). Über die Erweiterung der Bahnstrecke schrieb die Vasúti és Közlekedési Közlöny in 1911 so: „Die Erweiterung der Bahn von Großbetschkerek: für den Transport der Zuckerrüben an die im Bau befindlichen Zuckerfabrik von Großbetschkerek erweitert der Großgrundbesitzer Graf Endre Csekonics massiv die Bahnstrecke und hat auch für die Genehmigung von Umschlagplätzen an dne Bahnhöfen von Jülia-Hof und János-Hof beantragt.” (Vasúti és közlekedési közlöny, 1912. Nr. 66.). Der weitere Ausbau der Lohre war für 1912 und 1913 geplant. Unter anderen wollten sie drei neue Lokomotiven (Marcsa, Erzsi és Júlia) kaufen (MNL FML XIII. 5.15. d. 14.). Eine Ausgabe der Magyar Királyi Államvasutak Hivatalos Lapja (Offizielles Blatt der Ungarischen Königlichen Staatsbahnen) aus 1912 berichtet darüber, welche Abzweigungen der Schmalspurbahn es auf dem Csekonics-Landgut gab: Abzweig Bozitö- Hof, Abzweig bis zur Bahn von Fácányos, zum Gutshof von Tschestereg, János-Hof, Júlia-Hof (Magyar Királyi Állam-vasutak Hivatalos Lapja, 1912. Nr. 76.). Der Enkel von Endre Csekonics erinnert sich so an das Landgut von Hatzfeld und an die Gutshöfe: „Zwischen den zwei Wohnsitzen Csitö und Roggendorf, an einem der fruchtbarsten Böden Ungarns erstreckte sich für damalige Verhältnisse ein beispielhaftes landwirtschaftliches Gebiet. Es gab eine Hanffabrik, eine Eisfabrik, es gab Mühlen, große Milchwirtschaften, zwei Gestüte, 50 km Bahnstrecke,9dreißig Dreschergarnituren, Dampfeggen, ein 150 km langes Telefonnetz usw. Die intensive Landwirtschaft wurde von fünfzehn großen und zehn kleineren Gutshöfen bedient. Wir hatten nur modernste Geräte, so hatten wir als Erste landwirtschaftliche LKW." (CSEKONICS, 2006.12.). Die Organisation der Produktion und die Hierarchie der Angestellten war genauso wie auf anderen Landgüter oder Gutshöfen. Obwohl der Verwalter das Landgut sehr gut organisiert hat, hat Endre Csekonics die Sachen auch gerne in seiner Hand gehabt. Wenn er in Hatzfeld war, ist er täglich über seine Ländereien gefahren und alles bis ins kleinste Detail überprüft (CSEKONICS, 2006. 13.); darin unterschied er sich von vielen anderen Adligen, die wenig Ahnung von der Landwirtschaft hatten. In Laufe des XIX. Jahrhunderts waren die Gutshöfe die innovative wirtschaftliche Zugkraft die die Landwirtschaft im Banat voran getrieben hat. Die Gutshöfe hatten auch interessante gesellschaftliche und organisatorische Aspekte, da diese nicht nur Dienstwohnungen, sondern manchmal auch Kapellen und Schulen hatten 118 DOMENIUL... I DAS LANDGUT... | A ZSOMBOLYAI...