Szent Benedek-rendi katolikus gimnázium, Esztergom, 1855

29 6) Die inducirte Polarität des Wismuthes benützte Plücker sehr vorteilhaft zur Verstärkung des Diamagnetismus schwingender Körper. Stellt man nach seiner Angabe zwischen die Pole des Elektromagnetes aequatorial ein Stäbchen von weichem Eisen, und hängt darüber einen Wismuthstab : so nehmen beide durch die Action des Elektromagnetes an derselben Seite entgegengesetzte Polarität an ; der Wismuthstab stellt sich nun leichter aequatorial und schwingt 6-mal schneller als er ohne Einwirkung des Eisenstabes schwebte. Das Moment eines Diamagnetes gemessen. 7) Ueber­zeugt von der Polarität der diamagnetischen Körper schritt Weber zur Messimg des diamagnetischen Momentes im Wismuth, und giebt in Pogg. Annal. Bd. 87. S. 168. ein Instrument an, (Mechanicus Leyter in Leipzig verfertigt ein solches a 25 Thaler ohne Fernrohr) mit dem man die Po­larität eines Elektrodiamagnetes nicht nur beobachten, sondern auch mit der magnetischen Polarität des Eisens vergleichen allso relativ messen kann. Die wesentlichen Theile des Apparates sind: a) eine Spirale von reinem Kupferdraht 400 bis 500 Millimeter lang, welche vertical und symmetrisch zwischen den Polen einer b) Hufeisenförmig gekrümmten Magnetnadel auf­gestellt wird. Die Magnetnadel hängt an einem Coconfaden, ist sehr leicht beweglich, und trägt einen Spiegel, um darin durch ein Fernrohr das Spie­gelbild einer entfernten Scala zu beobachten. In die Spirale hinab hängt c) ein Wismuthstab, der durch eine Vorrichtung in der Spirale höher ge­hoben, oder tiefer gesenkt werden kann. Schwebt die Magnetnadel in der die Spirale halbirenden horizontalen Ebene; so übt der durch die Spirale gehende Strom auf sie kein Drehungsmoment (wäre aber auch ein klei­nes Drehungsmoment vorhanden, so lässt sich dieses leicht durch einen aus wenigen Windimgen bestehenden Multiplicator compensieren.) der Wis­muthstab aber wird durch den Strom polarisch inducirt, und wirkt auf die Nadel anziehend oder abstossend je nachdem man das eine oder an­dere Ende in die Polnähe der Magnetnadel bringt. Sobald die Nadel durch je einen Pol des Stabes in Bewegung gebracht die grösste Elongation er­reicht hat, lässt man schnell das andere Ende des Stabes wirken, nach der abermal erfolgten grössten Elongation wieder das erstere u. s. w. Zwi­schen je 2 Elongationen zeichnet man die Stellung auf, welche der Wismuth­stab während der dazwischen verflossenen Zeit gehabt hat, beim Magnet zeichnet man entweder den Ruhestand oder die Elongationen desselben, aus diesen berechnet sich der Schwingungsbogen der Nadel (im Mittel­werthe aus je zwei auf einander folgenden.) Zählt man die Schwingungs­bogen von demjenigen an, welcher der Null am nächsten ist; so lassen sich die dem Grenzwerthe am nächsten kommenden beobachteten Schwingungs­bogen mit Hülfe des bekannten decrementum Logarithmicuni leicht auf den Grenzwerth reduciren, und daraus ein genauerer Mittelwerth für letzterem finden. Aus allen Beobachtungen (Nr. 30.) berechnete W^ber den Grenzwerth des Schwingungsbogens x = — 58,4. Aus diesem die dem Gleichgewichte der Nadel entsprechende Ab­lenkung E = — 5,93. oder als Mittel aus mehren Beobachtungen E = — 5,17. Während für ein Eisenstäbchen von 59200 Mal kleinerem Gewichte

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